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„Katzenschwemme“ im Frühling

„Katzenschwemme“ im Frühling
Im Frühjahr gibt es jede Menge kleiner Katzen. FOTO: Colourbox
Viersen. Im Frühling haben Tierheime und Tierschutzvereine noch mehr zu tun. Um diese Zeit werden die Tierschützer mit der „Katzenschwemme“ konfrontiert. Da hilft nur eines: Streuner- und Freigängerkatzen sollten kastriert werden. Der Tierschutzverein Vier Pfötchen-Viersen unterstützt dabei. Von Claudia Ohmer

Die kleine, sechs Monate junge Katze, wurde aus dem fahrenden Auto geworfen. Die Streunerkatze wurde dann von den ehrenamtlichen Helfern vom Tierschutzverein Vier Pfötchen-Viersen eingefangen. „Sie war trächtig, das war wahrscheinlich der Grund, warum sie ’weg’ musste“, sagt Angela Özkan, die zweite Vorsitzende des Tierschutzvereins.

Ein häufiges Schicksal unerwünscht trächtiger Katzen, egal ob nun Freigänger oder verwildert. Sie wurde unverzüglich operiert, dann kastriert und anschließend in ein gutes Zuhause weitervermittelt.

Im Mai steht nun wieder die Katzenbaby-Schwemme an. „Wir möchten betroffene Viersener bitten, bevor es zu weiterer Vermehrung kommt, uns zu kontaktieren, wenn in ihrem Umfeld streunende/verwilderte Katzen leben“, weiß Özkan.

Auch Familien mit ihren Privatkatzen, die sich eine Kastration nicht leisten können, bekämen Hilfestellung vom Tierschutzverein. Das Hauptanliegen des kleinen Tierschutzvereins für den Raum Viersen ist die Kastration von Streunerkatzen. Denn nahezu jedes weibliche Katzenbaby, das „draußen“ nicht kastriert wird, kann bereits ab dem sechsten Lebensmonat wieder trächtig werden. Die Folge: noch mehr Katzenbabies, die im Elend leben und sich unkontrolliert immer weiter vermehren.

Katzenkinder werden Vom Tierschutzverein Vier Pfötchen-Viersen in Obhut genommen, behandelt und an tierliebe und verantwortungsvolle Menschen weitervermittelt. Sind sie zu alt, um auf den Menschen geprägt zu werden, werden sie nach der Kastration an ihren Standort zurückgebracht, sofern dieser sicher ist.

Der Tierschutzverein versucht die Stadtverwaltung und die Bevölkerung von der Notwendigkeit der verpflichtenden Kastration von Freiläufern zu überzeugen, immer öfter auch durch Infostände.

Der nächste Stand informiert am Samstag, 1. April, ab 9 Uhr vor dem „Futterhaus“ in Viersen, Viersener Straße 97a. „Wir verkaufen Selbst-Gebasteltes, oft auch Blumen und Gebäck, um ein bisschen Geld für unsere Kastrationsarbeit zu erhalten“, erklärt Angela Özkan. Nichtsdestotrotz sei der Tierschutzverein auf tatkräftige neue Helfer und Mitglieder, Beiträge und Spenden angewiesen.

(StadtSpiegel)