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Überragende Stimmen bei den Young Talents

Überragende Stimmen bei den Young Talents
Melody Awuah heißt die Sängerin von „LaBoum“. Die Band schaffte es nach „Roxopolis“, die ihr Ticket am Freitag sicherten, am Samstagabend ins Finale von Young Talents. FOTO: Max Prell
Rock vom. Feinsten und das vor zweimal ausverkaufter „Hütte“: Am Freitag und Samstag fanden schon die ersten beiden Vorrunden des Bandcontests „Young Talents“ statt. Stadt Spiegel-Mitarbeiterin Birgit Zerres war für uns vor Ort. Von der Redaktion

Viersen.

Wer bis zum heutigen Tag noch keinen Abend mit den „Jungen Talenten“ bei Young Talents erlebt hat, der sollte dies schleunigst nachholen. Das wurde auch bei den ersten beiden Vorrunden am Freitag und Samstag in der Rockschicht an der Bahnhofstraße in Viersen wieder mehr als deutlich.

Los ging es zum Auftakt am Freitag mit gleich fünf Bands. Außer Konkurrenz und mit der schweren Aufgabe des Eisbrechers beauftragt, betraten die Kids von „Celtic Renegade“ die Bühne. Außer Konkurrenz deshalb, weil die Schülerband mit ihrem Durchschnittsalter von gerade einmal 13 Jahren gegen die alten Hasen im Musikbusiness keine Chance gehabt hätten. Dennoch: In Zukunft ist mit den Renegades auf jeden Fall zu rechnen. Apropos rechnen: Das musste nach den Auftritten von „Traced Enemies“, „Halsüberkopf“, „Get Hired“ und „Roxopolis“ auch die Jury. Als Sieger der Herzen kürten sie die Jungs und Mädels von „Get Hired“: Da die Band eigentlich nur aus einem Gitarristen und einem Schlagzeuger besteht, und so beim Contest eigentlich hätte gar nicht starten dürfen, verstärkten sich die beiden Musiker kurzerhand mit dem ersten „Viersener Triangelchor“ - bestehend aus drei jungen Damen. „Der Auftritt von Get Hired war an Originalität kaum zu überbieten“, sagte Veranstalter Markus Heines. Als ein bisschen besser jedoch bewertete die Jury die Band „Roxopolis“, die mit ihrem Mix aus Soul, Pop und Dub einen fast schon professionellen Auftritt auf die Bühne zauberten und sich so das Ticket für das Young Talents-Finale am 4. Juni in der Festhalle sicherte.

Um eben jenes Ticket ging es dann auch bereits einen Abend später, am Samstag, wieder in der Rockschicht. Diesmal waren die Bands „In Welten“, „LaBoum“, „Selina E. Band“ und „Last Diary“ mit von der Partie. Besonders schön und für Young Talents bislang einzigartig: Die Rockschicht war fest in Frauenhand, denn bei drei der Bands standen Frontfrauen auf der Bühne, bei der Selina E. Band sogar gleich drei Mädels. Entscheiden konnte für sich den Abend aber LaBoum - nicht nur wegen der gekonnten Pop-Jazz-Arrangements, sondern vor allem auch wegen der überragenden Stimme von Sängerin Melody Awuah.

(StadtSpiegel)