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Flüchtlinge: Erfassung ist abgeschlossen
152 Flüchtlinge aus 16 Ländern in Viersen untergebracht

Viersen. Exakt 152 Flüchtlinge hat die Stadt Viersen am vergangenen Wochenende kurzfristig in der Sporthalle am Ransberg untergebracht. Die genauen Zahlen stehen nun fest, nachdem das Aufnahmeverfahren abgeschlossen ist. Von der Redaktion

Die Bezirksregierung Düsseldorf hatte die Stadt sehr kurzfristig angewiesen, 150 Erstaufnahmeplätze bereitzustellen. Am Freitagabend und Sonntagmittag waren insgesamt drei Busse mit Asylsuchenden eingetroffen. Nicht zuletzt dank der extrem großen Unterstützung vieler Menschen und Organisationen konnte diese Mammutaufgabe ohne größere Probleme bewältigt werden. 

Die Flüchtlinge, die Viersen am Wochenende erreichten, stammen aus 16 Ländern: Libanon, Syrien, Serbien, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Nigeria, Ghana, Iran, Pakistan, Eritrea, Palästina, Marokko, Tunesien, Mauretanien und Guinea. Darunter sind 110 Männer und Jungen sowie 42 Frauen und Mädchen. Unter den Flüchtlingen gibt es 31 Familienverbünde mit insgesamt 42 Kindern. Der älteste Flüchtling ist 59 Jahre alt, die Jüngsten sind wenige Wochen oder Monate alte Säuglinge.

Inzwischen konnten die meisten freiwilligen Helfer (DRK, Feuerwehr, SKM, Malteser,
THW), die sich bei der Aufnahme der Flüchtlinge in erheblichem Maße engagiert haben, ihre Arbeit beenden. Allmählich beginnt die Organisation des "Alltags", an der die Flüchtlinge aktiv beteiligt werden.

"Sie übernehmen bereits kleinere Aufgaben wieEssensausgabe, Reinigung und andere Dinge", berichtet der Erste Beigeordnete Dr. Paul Schrömbges. Weiterhin vor Ort im Einsatz sind im Wesentlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, des DRK und die  Sicherheitskräfte. Die Menge der Sachspenden aus der Bevölkerung hat alle Erwartungen übertroffen.

Insofern ist der Bedarf für die 152 Flüchtlinge zunächst einmal gedeckt. Der Sammelcontainer des DRK ist inzwischen verlegt worden und befindet sich nun neben dem Eingang zum Schwimmbad. Wer noch Sachspenden abgeben möchte, sollte sich beim Sicherheitspersonal am Ransberg melden. Dringender Bedarf besteht aber nicht mehr.
 

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