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Wer hat Ideen für den Markt?

Wer hat Ideen für den Markt?
Wie kann der Markt attraktiver gemacht werden? FOTO: hei
Schwalmtal (hei). Auf Antrag der Grünen hat die Schwalmtaler Verwaltung ein Grundkonzept für mehr Attraktivität des Wochenmarkts in Waldniel erstellt. Ein anderer Grünen-Antrag zur Wiederbelebung von Haus Gorissen scheiterte. Von Heike Ahlen

Wenn freitags von 7 bis 13 Uhr Wochenmarkt in Waldniel im Schatten von St. Michael ist, dann besuchen fast nur Stammkunden die vier verbliebenen Stände. Das ist weder für die Händler noch für die Kunden sehr attraktiv. Nach einem Grünen-Antrag im vergangenen Juni hat die Verwaltung jetzt als Vorschläge unter anderem mehr Informationen in der örtlichen Presse, Werbung auf der Gemeinde-Homepage, die Nutzung von sozialen Medien und einen Wegweiser beschlossen. Grünen-Fraktionschef Jürgen Heinen bemängelte im Ausschuss für Demografie und Soziales, diese Ideen seien „nicht innovativ genug“.

Als erster Ansatz könnten sie aber genutzt werden. Mit den Händlern, die sich neue Mitstreiter wünschen, sei die Gemeinde im Dialog. Eine andere Marktzeit, die für Berufstätige bis in den späten Nachmittag gehe, sei nach Auskunft der Verwaltung nicht möglich, weil die Händler dann anderenorts ihre Stände aufbauten. Die Vollsortimenter, die immer häufiger auch regionale Frische-Produkte anböten, seien eine große Konkurrenz. Bei einer kurzen Stadtspiegel-Umfrage auf dem Markt kam auch der Wunsch nach „generell mehr Leben auf dem Marktplatz“ in Form von Konzerten und Veranstaltungen auf, um den Platz mehr ins Bewusstsein der Menschen zu rücken.

Gescheitert ist im gleichen Ausschuss ein Vorstoß der Grünen, das „Haus Gorissen“ – das ist das Gebäude, das vom Markt aus gesehen links neben dem Rathaus liegt – neu zu beleben. Die Grünen wollten einen Förderantrag an das Land stellen, wo man zurzeit Gelder für eine Verbindung von Integrations- und Kulturprojekten bekommen kann. Ungefähr ein bis 1,5 Millionen Euro wären zum Erwerb und zur Sanierung des Gebäudes „drin“ gewesen, schätzte Heinen. Strittig war im Ausschuss die Frage, welche Folgekosten jährlich zu erwarten seien. Während er und seine Fraktion von 20 bis maximal 30.000 Euro ausgingen, rechnete die CDU eher mit 40 bis 50.000 Euro. Das Projekt sei eine gute Idee, die aber „zur Unzeit“ komme, begründete CDU-Fraktionschef Thomas Paschmanns die Ablehnung seiner Partei, die man sich nicht leicht gemacht habe.

(StadtSpiegel)