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Völkerverständigung lebt

Völkerverständigung lebt
Gute Stimmung bei den Teilnehmern des Treffens mit dem Partnerschaftsverein. FOTO: Heike Ahlen
Schwalmtal (hei). Streng genommen sind es schon 31 Jahre, in denen Schwalmtal und Ganges verbunden sind. Die Partnerschaft der beiden Gemeinden war 1985 ins Leben gerufen worden. Von Heike Ahlen

Im vergangenen Jahr konnte das Jubiläum aber nicht gefeiert werden, unter anderem, weil der Bürgermeister von Ganges, Michel Fratissier, schwer erkrankt war. Bevor er Bürgermeister wurde, war er oft in Schwalmtal zu Gast, denn er hatte als Geschichtslehrer am Collège Louise Michel den Austausch zwischen den beiden Schulen mit ins Leben gerufen. Solange er Bürgermeister sei, werde er alles dafür tun, dass die Partnerschaft erhalten bleibe und weiter wachse, versprach er.

„Es lebe unsere Partnerschaft, es lebe Ganges, es lebe Schwalmtal, es lebe Europa“, sagte Fratissiers Schwalmtaler Amtskollege Michael Pesch beim offiziellen Empfang der Gäste. Die vielen Begegnungen hätten zu Vertrauen zueinander und Verständnis füreinander geführt. Im Privaten seien Freundschaften entstanden, die weit über eine Städtepartnerschaft hinausgehen. Und er hoffe, dass durch den aktuellen Austausch zwischen dem Collège Louise Michel und der Janusz-Korczak-Realschule auch neue Freundschaften zwischen den Schülern entstehen.

Als Gastgeschenk für die Freunde aus Frankreich übergab er Fratissier ein Werk der Schwalmtaler Künstlerin Christa Bongartz, das sich mit der 30-jährigen Geschichte der Partnerschaft beschäftigt.

Fratissier zeigte sich überzeugt, dass solche Partnerschaften Friedensstifter sind. „Wenn es sie früher gegeben hätte, hätte es sicherlich einen Krieg zwischen den beiden Völkern nicht gegeben.“

Neben Werken eines Künstlers aus der Region um Ganges hatte er für seinen Amtskollegen Pesch noch ein ganz besonderes Geschenk. Eine Schärpe, wie sie Bürgermeister und Abgeordnete in Frankreich zu jedem offiziellen Anlass tragen. Er selbst trug sie zum Empfang, bei der späteren Krankzniederlegung am Ehrenmal und dem kurzen Besuch an der Gedenkplatte für die Synagoge in der Pumpenstraße. Dann überreichte er sie Pesch.

(StadtSpiegel)