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Schülerstaffeln auf Rekordjagd

Schülerstaffeln auf Rekordjagd
Einmal warm machen kurz vorm Start der Staffel. FOTO: Heike Ahlen
Schwalmtal. Der frühere 800-Meter-Weltmeister Willi Wülbeck hat mit über 500 Schülern aus Schwalmtal und Brüggen einen Staffellauf veranstaltet. Von Heike Ahlen

Miteinander, füreinander, gegen Willi, gegen die Uhr. Teamgeist, Ehrgeiz, Sportbegeisterung - so kann man den Montagvormittag im van-Aaken-Stadion zusammenfassen. Zum zehnten Mal ist in diesem Sommer der RWE-Schulstaffellauf unterwegs.

„Wir haben 2007 in vier Städten begonnen“, erzählt Willi Wülbeck. Er ist gleichzeitig Gesicht, Motor und Herz der Veranstaltung. In diesem Jahr touren er und das Team durch 18 Veranstaltungsorte, im nächsten Jahr sollen es über 20 werden. Am Ende steht in diesem Jahr der 5. Juli in Goch. Dann treten die Siegerstaffeln aus allen Orten zum großen Finale an.

Es geht darum, Wülbecks Weltmeisterzeit von 1983, die immer noch deutscher Rekord ist, zu unterbieten. 1:43,65 Minuten brauchte er damals. Allein. Die Kinder treten im Team an. Sie bilden aus ihren Klassen jeweils 8 x 100-Meter-Staffeln. Zu Anfang gibt es das gemeinsame Aufwärmen aller gut 60 Staffeln auf dem Kunstrasenplatz. Dann wird es ernst. Wülbeck nimmt die ersten vier Startläufer mit auf ihre Position. „Bewegt Euch noch ein bisschen, es geht gleich los“, beruhigt er.

Die beiden Bürgermeister - Michael Pesch aus Schwalmtal und Frank Gellen aus Brüggen - teilen sich die Aufgabe, die Startklappe zu schlagen. Und beim Knall wird gelaufen, was das Zeug hält. Die Klassenkameraden am Rand feuern lautstark und bis ins Ziel an.

Für eine Zeit, die den Rekord unterbietet, reicht es nicht. Im Jahr 2013 ist das tatsächlich einmal einer Staffel gelungen. Aber ein Team der Grundschule Born darf mit einer Zeit von 2:28,37 Minuten ebenso nach Goch fahren wie eine Staffel der Gesamtschule Brüggen-Bracht, die es auf 1:53,62 Minuten brachte.

Mit Wülbeck sind sich die beiden Bürgermeister einig: „Sport ist wichtig. Und es ist toll zu sehen, wie die Jugendlichen sich begeistern können.“

(StadtSpiegel)