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Kies wird ein Politikum

Kies wird ein Politikum
Das Bauerncafé Bolten war bei der Bürgerversammlung wieder bis auf den letzten Platz gefüllt. FOTO: Heike Ahlen
Fortsetzung von Seite 1 Von Heike Ahlen

Für die CDU erklärte Lothar Höckendorf, dass seine Fraktion sich noch keine Meinung gebildet habe. Zuletzt habe man das Thema 2008 diskutiert, seitdem habe es keine Veranlassung gegeben, da kein Abgrabungsantrag gestellt worden sei. Er sei vor allem gekommen, um sich die Argumente der Lüttelforster anzuhören. Die anderen Politiker hielten ihm entgegen, man könne sehr wohl eine Grundsatzentscheidung ohne konkreten Abgrabungsantrag treffen. SPD und Grüne hatten bereits 2008, bei der damaligen Regionalplanentscheidung, gegen Kiesabbau gestimmt. Die FDP hat seitdem ihre Auffassung geändert. Damals stimmten die Freien Demokraten noch mit der CDU für den Kiesabbau, heute wenden sie sich entschieden dagegen.

Matthias Raith von der Bürgerstiftung Lüttelforst machte deutlich, dass die Lüttelforster sich auf einen langen Kampf einstellen – die Entscheidung über eine Abgrabung werde weder im Gemeinderat noch im Kreistag getroffen, sagte er – „sondern beim Bundesverwaltungsgericht“.

(StadtSpiegel)