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Einsatzbilanz der Feuerwehr Schwalmtal
Feuerwehr musste öfter raus

Einsatzbilanz der Feuerwehr Schwalmtal: Feuerwehr musste öfter raus
Überflutungen in Schwalmtal. FOTO: nms
Schwalmtal. Eigentlich hatten die Gemeinden im Kreis Viersen im vergangenen Jahr noch Glück, was die Unwetter anging. Mehrere Stürme wüteten in anderen Teilen des Landes deutlich stärker. Jetzt hat die Kreisfeuerwehr ihre Einsatzbilanz vorgestellt. Von Heike Ahlen

171 Einsätze waren es insgesamt bei der Feuerwehr Schwalmtal, 18 mehr als im Vorjahr, davon 43 Brände und 128 Hilfeleistungen. 47 Wasser- und Sturmeinsätze stehen 13 im Jahr 2013 gegenüber.
Das bislang wasserreichste Jahr 2010 mit 74 Einsätzen dieser Art ist damit zwar lange noch nicht erreicht, aber Kreisbrandmeister Klaus Thomas Riedel warnte in seiner Ansprache, dass sich das Klima ändere – mit Folgen für die Feuerwehren. Es gebe lange Schönwetterperioden, die die Sommerliebhaber freuten. Weil aber die Gesamtregenmenge nicht abnehme, komme es dann zu Starkregengüssen, wo die Menge eines Monats auf einmal herunterkomme. "Und solche Ereignisse gaben sich 2014 in NRW die Klinke in die Hand", so Riedel. Unter den Einsätzen war auch die Hilfe der Schwalmtaler Wehr als Teil der Landesbereitschaft 3 in Essen und Mülheim an der Ruhr, nachdem Ela dort gewütet hatte.

Für die Zukunft sagte Riedel mehr solche Einsätze voraus. Ein Thema für Wehrführer Dirk Neikes war die Einhaltung der Hilfsfristen. In acht Minuten müssen neun Feuerwehrleute am Einsatzort sein. Häufig sei es aber so, dass die Wehrleute aufgrund des Verkehrs oder der Tempobegrenzungen fünf bis sechs Minuten allein zum Gerätehaus brauchten. Und wer die Geschwindigkeit so weit überschreite, dass er über den Rahmen einer Ordnungswidrigkeit hinaus sei, müsse zahlen. In Schwalmtal noch nicht aber anderenorts sei es auch vermehrt vorgekommen, dass Rettungskräfte nicht nur am Einsatzort behindert oder angepöbelt würden, sondern auch angezeigt, weil sich andere Autofahrer genötigt fühlten. Hier sei in Zukunft Gesprächsbedarf. In Schwalmtal ist auch immer die Jugendfeuerwehr als "Garant für die Zukunft" ein Thema. Sechs junge Leute haben im Jahr 2014 von dort in die Aktive Wehr gewechselt – acht neue Jugendliche sind bereits nachgerückt.

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