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Diskussionsforen zur Integration

Schwalmtal (hei). Konkrete Hilfe für Flüchtlinge – darüber sollen Vertreter von Vereinen und Initiativen mit der Politik diskutieren. Von Heike Ahlen

Aktuell leben 407 Flüchtlinge in Schwalmtal. Seit Februar hat es keine neuen Zuweisungen mehr gegeben. Während in der Zeit des großen Zustroms die reine Unterbringung im Mittelpunkt der gemeindlichen Bemühungen stand, geht es jetzt wieder darum, die Menschen, die in Schwalmtal leben, zu integrieren. Das Stichwort sind hier „Integrationsräume“. Damit sind aber keine Gebäude gemeint, sondern Gruppen, Vereine, alle Bereiche, in denen Begegnungen entstehen können. Es hatte im vergangenen Herbst einen SPD-Antrag für ein Betreuungs- und Integrationskonzept gegeben, der einstimmig im Rat verabschiedet worden war. Allerdings mit dem Zusatz „im Rahmen personeller und zeitlicher Möglichkeiten“. Die waren nicht da.

Inzwischen gibt es eine überparteiliche Anregung. Der Weg zu mehr Integration soll über Diskussionsforen mit Fachleuten und Beteiligten führen. Drei Diskussionsabende sind geplant, jeweils ab 18 Uhr im Großen Bürgersaal, Rathaus Waldniel. Am 23. Juni geht es um den Spracherwerb und die Möglichkeiten, diesen zu beschleunigen. Am 29. Juni sind die Integrationsräume Thema. Hier sollen auch Vertreter von Sport- und Schützenvereinen, Kunst- und Kulturschaffenden mit am Tisch sitzen. Am 30. Juni geht es dann um das Thema Arbeit. Was geht? Wer darf was? Wo bekommt man Hilfe? Hier will die Gemeinde Vertreter des Ausländeramts und des „Integration Points“ des Jobcenters ebenso an den Tisch holen wie Schwalmtaler Unternehmer. Wie sich die Lage weiter entwickeln wird, kann niemand vorhersagen. Im ehemaligen Naafi-Gebäude sind noch etwa 30 bis 50 Plätze frei. Wenn wieder – wie Ende letzten, Anfang diesen Jahres – wöchentlich 25 Menschen kommen, dann wären die schnell belegt. Belegt werden könnten auch bald Räume im ehemaligen Rösler-Verwaltungsgebäude. Zwei Standorte für Container-Bauten in Amern sind bereits beschlossen, auch zwei Häuser, die zunächst für Flüchtlinge dienen können u

nd später für bezahlbaren Wohnraum sorgen sollen, sind auf den Weg gebracht.

(StadtSpiegel)