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Da tut sich was in Schwalmtal

Da tut sich was in Schwalmtal
So oder ähnlich soll das neue große Spielgerät im Lunapark in Amern aussehen. FOTO: Gemeinde Schwalmtal
Schwalmtal. Drei Plätze sollen aufgewertet werden, andere verschwinden. Das Ringen um eine gute Ausstattung läuft. Von Heike Ahlen

Schaukel, Rutsche, Sandkasten, eine Bank für die Eltern, vielleicht zwei Wipptiere – so sehen viele Schwalmtaler Spielplätze aus. Das soll sich ändern. Aber wie – in einer Gemeinde, die das Geld nicht mit vollen Händen ausgeben kann?

Es gibt seit geraumer Zeit eine Spielplatzkommission, in der Verwaltung, Politik und Experten wie Streetworker Joachim Hambücher vertreten sind. Die hat sich alle Plätze angesehen und eine Prioritätenliste erstellt.

Die Planung sieht vor, dass der Spielplatz im Lunapark in Amern, der in der Rösler-Siedlung und der im Kaiserpark aufgewertet werden. Eine Maßnahme dazu ist, die Geräte, die an anderen Orten abgebaut werden sollen, daraufhin zu prüfen, ob sie woanders wieder aufgebaut werden können. Außerdem soll es – nach und nach – 40 000 Euro pro Spielplatz geben, um mit Spielgeräten neue Akzente zu setzen.

Streetworker Hambücher hat dazu vor einiger Zeit eine Umfrage bei Kindern aus verschiedenen Altersstufen durchgeführt. Sein Fazit: „Kinder wollen hoch hinaus, wollen auch mal Grenzen überschreiten.“ Dafür soll es die verschiedensten Kletter-Elemente geben. Außerdem standen Röhrenrutschen hoch im Kurs der älteren Kinder.

Als nun in einer Versammlung, zu der zehn Anwohner gekommen waren, die Pläne für den Lunapark vorgestellt wurden, der als erstes angepackt werden soll, war die Erkenntnis schnell da: 40 000 Euro sind nicht viel, wenn man einen Spielplatz gestalten will. „Ich gebe ja zu, dass ich ein wenig enttäuscht bin“, sagt ein Vater. Ein Spielgerät sei als Magnet nicht genug. Er habe auf mindestens zwei größere Geräte gehofft.

Für die Kommission ist das eine Anregung, in verschiedene Richtungen weiterzudenken. Zum einen soll nun überlegt werden, ob das Geld für die drei Spielplätze, die aufgewertet werden sollen, gleichmäßig verteilt werden soll, oder ob es an einer Stelle auch preiswerter geht. Zum anderen sollen Sponsoren in den Fokus rücken – damit sind sowohl örtliche Unternehmen gemeint, die vielleicht auch mit „Manpower“ in Form von Bagger und Arbeitskraft helfen könnten, als auch Stiftungen, die im Bereich der Arbeit für Kinder und Jugendliche tätig sind.

(StadtSpiegel)