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Beim Kicken Sorgen und Not vergessen

Waldniel. Ein Team aus Flüchtlingen vieler unterschiedlicher Länder - das sind die „Sportfreunde Waldniel“. Gegründet wurde die Mannschaft vom Asylkreis Schwalmtal von Meiry Hakimi, der selbst vor vielen Jahren aus Afghanistan nach Schwalmtal kam. Von Claudia Ohmer

Meiry Hakimi engagiert sich ehrenamtlich im Asylkreis Schwalmtal und hat dort im Frühjahr eine Fußballmannschaft aus Flüchtlingen ins Leben gerufen. „Ich hatte den Flüchtlingen die Aufgabe gegeben, sich einen Namen für ihr Team zu überlegen. Und eigentlich damit gerechnet, dass Namen wie ’The Fighters’ oder „The Black Tigers’ dabei herauskommen“, sagt Hakimi.

Überrascht war er dann, dass sie sich „Sportfreunde Waldniel“ nennen wollten. „Die Fußballschuhe habe ich durch Spenden bekommen, aber wir können noch mehr gebrauchen“, weiß der 40-Jährige, der das bunt gemischte Team aus vielen Ländern einmal wöchentlich auf dem Platz des SC Waldniel trainiert. Jetzt durfte sich die Mannschaft auch über echte Trikots, gesponsert von Sport Heister aus Hardt freuen. Das stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl auf dem Platz. Die Sprachprobleme würden in den Hintergrund rücken, sagt Hakimi, beim Fußball brauche man oftmals keine Worte. „Ich wollte den jungen Menschen, die sich hier fremd fühlen und sich oftmals langweilen, Abwechslung in ihrem tristen Alltag bieten“, erklärt Meiry Hakimi den Grund, warum er das Projekt ins Leben gerufen hat. „Die Teilnehmer sind begeistert und vergessen so für kurze Zeit die kriege dieser Welt und ihre Sorgen und Not.“

(Report Anzeigenblatt)