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Ökumenisches Christusfest

Ökumenisches Christusfest
Von links: Pfarrer Dr. Wilhelm Kursawa, Pfarrer Dr. Harald Ulland, Pfarrer Alexander Schweikert, Pfarrer Arne Thummes und Diakon Franz-Josef Cohnen. Es fehlen Pastor Thorsten Aymanns, Pfarrer Duc Tran und Pfarrer Horst-Ulrich Müller. Sie alle sind gemeinsam mit den Menschen unterwegs zum Christusfest. FOTO: Heike Ahlen
Schwalmtal. Am Reformationstag gfindet ein ökomenisches Christusfest statt. Sternförmig wandern die Menschen dann auf die evangelische Kirche in Waldniel zu. Von Heike Ahlen

500 Jahre Reformation – in diesem Jahr ist der Reformationstag, der 31. Oktober, auch in NRW ein Feiertag. Am 31. Oktober 1517 schlug Martin Lother seine Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg. Das Ergenis war, dass es künftig zwei christliche Konfessionen gab – katholisch und evangelisch. Aber was genau wird in den Gemeinden gefeiert? „Wir feiern nicht die Trennung, sondern dass es in Christus schon die Einheit gibt“, sagen Pfarrer Harald Ulland und Pfarrer Arne Thummes, zwei der drei evangelischen Geistlichen in Schwalmtal. Schon lange habe es die Idee gegeben, diesen Tag nicht als trennend, sondern als verbindend zu feiern – eben „gemeinsam unterwegs“ zu sein.

Und daraus entstand die Idee der Sternwanderung. Aus vier Himmelsrichtungen werden evangelische und katholische Christen gemeinsam auf die evangelische Kirche in Waldniel zu pilgern, die in diesem Jahr ihr 350-jähriges Jubiläum feiern konnte.

Die Idee dahinter: Alle Pfarrgemeinden, die auf dem Gebiet der evangelischen Kirchengemeinde Schwalmtal liegen, einzubeziehen. Die Zuschnitte haben nichts mit den Kommunalgemeinden zu tun. Es sind neben der Pfarre St. Matthias Schwalmtal mit ihren sechs Gemeinden die Pfarren St. Bartholomäus Niederkrüchten und St. Martin Oberkrüchten sowie St. Maternus in Wegberg-Merbeck. Jeweils um 9.30 Uhr starten die Pilger in Merbeck, Niederkrüchten und in St. Gertrud Dilkrath. Weil St. Mariae Himmelfahrt in der Waldnieler Heide deutlich näher an Waldniel liegt, geht es dort erst um 10.30 Uhr los. Die anderen Pilger haben um 10.30 Uhr dann bereits eine Zwischenstation. Wer aus Wegberg kommt, macht Halt in St. Jakobus Lüttelforst, von Dilkrath aus geht es über St. Georg in Amern. Die Pilger, die von St. Bartholomäus aus gestartet sind, halten Andacht an der Brempter Kapelle.

Um 11.30 Uhr startet dann der ökumenische Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Waldniel. Ab 13 Uhr ist ein Empfang im katholischen Pfarrheim St. Michael vorgesehen.

Dass hier gemeinsam gefeiert wird, hat eine lange Geschichte. Der Satz „Wir sind in Christus eins“ wird bereits seit vielen Jahren in Schwalmtal gelebt. Die Menschen in den Gemeinden kennen viel mehr verbindende als trennende Elemente, leben die Ökumene täglich vor Ort. Dann sei es nur konsequent, so sind sich alle einig, dass an diesem Tag nicht das Thema Reformation im Mittel

punkt stehe, sondern der verbindende Christus.

(StadtSpiegel)