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Vom schönen Gefühl helfen zu können

Vom schönen Gefühl helfen zu können
Daniel in der Smitten und Natascha Römer üben ihr Ehrenamt mit Herz und Leidenschaft aus. FOTO: Gina Dollen
Niederkrüchten (gd). Der Stadt Spiegel stellt diesen Sommer Menschen vor, die sich ehrenamtlich engagieren. Sie erzählen aus ihrem Ehrenamt, warum sie es ausüben – und warum Sie es auch tun sollten. Von Gina Dollen

„Viele wissen gar nicht, dass es uns hier in Niederkrüchten gibt“, erzählt Natascha Römer während hinter ihr in der großen Halle des DRK (Deutsches Rotes Kreuz) Ortsverband aufgeräumt wird. Das soll sich ändern. Gerade erst hatten sie den letzten Einsatz auf dem Eier mit Speck-Festival, das Einsatzspektrum ist breit. „Bei uns in Niederkrüchten liegt der Fokus auf den Sanitätstätigkeiten, es gibt aber noch viel mehr Aufgaben“, erklärt Daniel In der Smitten. Gemeinsam erklären die beiden, warum sie sich ausgerechnet beim Deutschen Roten Kreuz ehrenamtlich engagieren.

14 Jahre ist Daniel In der Smitten (37) bereits beim DRK Ortsverband Niederkrüchten, seine Kollegin Natascha Römer (36) kam 2008 dazu. Das Ehrenamt wird bei beiden groß geschrieben. Neben dem DRK ist Daniel In der Smitten noch Organisatorischer Leiter Rettungsdienst im Kreis Viersen. Natascha Römer ist außerdem sportlich engagiert, fungiert als Übungsleiterin bei den Turn- und Sportfreunden Bracht und macht die Vorstandsarbeit beim Niederheinischen Turnerbund.

Warum ausgerechnet Ehrenamt? Das ist für In der Smitten ganz einfach: „Es ist ein sinnvolles Hobby sich in seiner Freizeit für eine gute Sache einzusetzen“, erklärt er.

Besonders das Team und die Leute halten die beiden Ehrenamtler beim DRK. „Beim Deutschen Roten Kreuz habe ich gelernt, in Notsituationen richtig zu handeln. Hier kann ich mit Freunden zusammen eine sinnvolle Aufgabe übernehmen, anderen etwas zurück geben und der Spaß kommt auch nicht zu kurz“, erzählt Natascha Römer mit einem Zwinkern.

Ihr bisheriges Highlight hatten beide bei einem Einsatz in Magdeburg. Dort zehrte ein Hochwassereinsatz an den Kräften aller Beteiligten. Trotzdem kehrten alle wohlauf und mit einer guten Tat mehr im Gepäck zurück in die Heimat. „Besonders die glücklichen, erleichterten Gesichter der Menschen, wenn sie wissen, dass jetzt Hilfe da ist – zum Beispiel auch beim Einrichten einer Flüchtlingsunterkunft sind ein schönes Erlebnis“, betont Römer.

„Es ist ein unbeschreibliches Gefühl zu der Sorte Mensch zu gehören, die gerufen wird, wenn andere in Not geraten sind. Es gibt einem ungeheuer viel mit einem starken Team an seiner Seite auszurücken, um dieses Leid zu lindern. Ein gerettetes Leben ist jede Minute geopferter Freizeit wert und mit Geld nicht aufzuwiegen“, erklärt Daniel In der Smitten die Begeisterung für dieses Ehrenamt.

Mitmachen kann im Grunde jeder, der das Interesse und den Willen mitbringt. Das Handwerk und das Wissen bekommt man dann von den Leuten beim DRK. Jeden ersten Freitag im Monat um 19.30 Uhr trifft sich der Ortsverband in der Halle am Nollesweg 10 in Niederkrüchten-Elmpt. Auch Natascha Römer kann nur empfehlen, sich beim Deutschen Roten Kreuz zu engagieren: „Man gewinnt Freunde, Kameraden, Erinnerungen, Eindrücke, und wächst an seinen Aufgaben. Es ist ein tolles Gefühl jemandem helfen zu können.“

(StadtSpiegel)