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Unterstützung für BigBass

Unterstützung für BigBass
Der neue Vorstand des „Förderverein Rollender Jugendtreff“ wurde bei der Gründungsversammlung am vergangenen Montagabend gewählt. FOTO: nms
Niederkrüchten/Schwalmtal (nms). Volles Haus im katholischen Pfarrheim St. Bartholomäus. 70 Gründungsmitglieder hat der „Förderverein Rollender Jugendtreff“, der – sobald er die Hürden des Finanzamts genommen hat – auch ein „e.V.“ werden soll. Von Heike Ahlen

Es ist vor allem ein politisches Signal, das die Menschen aus Niederkrüchten und Schwalmtal mit der Gründung dieses Vereins setzen. Denn der „Rollende Jugendtreff“, der BigBass, der mobile Jugendarbeit in den Gemeinden Schwalmtal und Niederkrüchten leistet, ist in der Politik nicht unumstritten. Offiziell ist der BigBass immer noch ein Projekt. Eines, das im Dezember ausläuft. Nun ist die Frage, ob das Projekt weiterlaufen soll, ob es als feste Institution übernommen werden soll – oder ob im Januar Schluss sein soll mit dieser Art der mobilen Jugendarbeit.

Die Mehrheit der Menschen in den beiden Gemeinden schätzt die Arbeit, die durch das Team des BigBass geleistet wird. Viele Eltern verstehen nicht, warum eine Weiterführung dieser Arbeit überhaupt in Frage gestellt wird.

Und so waren es neben Politikern der verschiedensten Couleur vor allem Eltern, die sich zur Gründungsversammlung für den Förderverein zusammenfanden. In der Satzung, die an diesem Abend verabschiedet wurde, steht ausdrücklich, dass das Ziel des Vereins die finanzielle und ideelle Unterstützung des Rollenden Jugendtreffs ist. Dass es darum gehen kann, Reparaturen zu bezahlen oder vielleicht auch einmal durch Spenden ein Ersatzfahrzeug finanzieren zu lassen. Über die Satzung wurde diskutiert – vielen Menschen ist die Angst anzumerken, dass ein Förderverein vielleicht die Zivilgemeinden oder den Kreis veranlassen könnte, sich aus der Finanzierung zurückzuziehen. Träger des Rollenden Jugendtreffs ist die Katholische Kirche, die auch finanziell beteiligt ist. Kreis und Kommunen tragen auch ihren Teil dazu bei. Letztlich gelang es Kalle Wassong und Pastor Alexander Schweikert, die Teilnehmer der Versammlung davon zu überzeugen, dass der Verein autark handelt, dass er jede Entscheidung zur Förderung einzeln trifft und nicht zu irgendetwas verpflichtet werden kann. 70 Versammlungsteilnehmer unterschrieben schließlich als Vereinsgründer. Zum Vorsitzenden wurde Kalle Wassong gewählt. Sein Stellvertreter wird Thomas Gisbertz aus Oberkrüchten. Für diesen Posten hatte auch Hermann-Josef Welters aus Schwalmtal kandidiert. Wassong sagte zu, nach Möglichkeiten für eine Kooptierung in den Vorstand zu suchen, damit auch Schwalmtal im Vorstand vertreten ist. Kassenwart wird Peter-Josef Beines, für den Träger ist Pastor Schweikert im Vorstand ver

treten.

(StadtSpiegel)