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Schussanlage für 25 Könige

Schussanlage für 25 Könige
Der Niederkrüchtener Bürgermeister Kalle Wassong beim Ehrenschuss. Genau wie sein Schwalmtaler Kollege Michael Pesch und die Landtagsabgeordneten Stefan Berger (CDU) und Dietmar Brockes (FDP) griff er zum Gewehr. FOTO: Heike Ahlen
Westkreis (hei). Der Schützenbezirk Schwalmtal-Brüggen hat eine neue Anlage für das Königsschießen, die von 25 Bruderschaften genutzt wird. Von Heike Ahlen

Ihre ersten Einsätze hat sie bereits hinter sich, und auch in diesem Jahr ist sie mit 18 Einsätzen „fast ausgebucht“, wie Bezirksschießmeister Klaus van Gansewinkel bei der feierlichen Einsegnung der neuen Vogelschussanlage für den Bezirk Schwalmtal-Brüggen erklärte.

Der Schrotschuss auf den Holzvogel war bereits seit 1995 deutschlandweit verboten. Wie ein kleines gallisches Dorf habe der Kreis Viersen Ausnahmegenehmigung um Ausnahmegenehmigung erwirken können – bis es irgendwann nicht mehr ging. „Die Schützenbruderschaften fühlten sich ihrer Tradition beraubt“, sagt van Gansewinkel. Ein großer Kraftakt begann. Waffengesetz und Landesbauordnung unter einen Hut bringen, Finanzierung stemmen. 25 000 Euro waren veranschlagt – zu viel für die 18 Bruderschaften des Bezirks. Und auch mit Sponsoren noch zu viel Eigenanteil für manch kleine Bruderschaft. Doch die Bruderschaften zeigten Solidarität und fanden einen Finanzierungsschlüssel, der sich zu 60 Prozent nach den Mitgliederzahlen der beteiligten Bruderschaften richtet.

Aufgrund der mehr als 50-jährigen Verbundenheit mit dem Bezirksverband Dülken bekamen auch die dortigen Bruderschaften eine Beteiligung angeboten. Auch Bruderschaften aus dem Bezirksverband Niederkrüchten sind Kooperationspartner. Federführend gebaut hat übrigens auch ein Niederkrüchtener: Norbert Jakobs, Mitglied der St. Bartholomäus-Bruderschaft Gützenrath, hat sein Wissen und Können in den Dienst des Baus gestellt. Nicht nur deshalb bekam er am Tag der Einweihung der Anlage auch das Sebastianus-Ehrenkreuz verliehen.

(StadtSpiegel)