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Schnelles Internet für Niederkrüchten?

Niederkrüchten (nms). Niederkrüchtens Bürgermeister Herbert Winzen ist nicht zufrieden mit den Zusagen der Telekom. Von Heike Ahlen

Nachdem das Projekt Schnelles Internet durch Glasfaser mit dem Unternehmen „Deutsche Glasfaser“ in Schwalmtal, Niederkrüchten und Brüggen im März vergangenen Jahres gescheitert war, weil nicht genügend Menschen Vorverträge zum Ausbau mit der neuen Technik unterzeichnet hatten, war es ruhig geworden um den Ausbau der Datenautobahn in Richtung Grenze. Die Deutsche Telekom will nun eine Optimierung durch einen Technologie-Mix erreichen. Durch eine Mischung aus Glasfaser, die bis zu den Verzweigern gelegt wird, LTE-Funktechnik und Vectoring sollen im Download bis zu 100 mBit, im Upload bis zu 40 mBit erzielt werden. Allerdings machte Daniel Breuer, zuständig bei der Telekom für den Ausbau in Niederkrüchten, auch deutlich, dass damit längst nicht allen Menschen in der Gemeinde geholfen werden könne. Denn alles unterliege Wirtschaftlichkeitsberechnungen. „Es wird immer Außenbereiche geben, die nicht gut erreicht werden“, so Breuer. Allerdings zeigte die von ihm im Rat vorgelegte Karte auch schlecht versorgte Gebiete mitten in Elmpt. „Ich bin nicht zufrieden“, sagte Bürgermeister Herbert Winzen. „Wenn ich höre, dass Wirtschaftlichkeitsberechnungen aufgestellt werden, dann weiß ich, wo wir landen.“ Kanzlerin und Ministerpräsidentin überschlügen sich mit „Millionen, die in den Breitband-Ausbau fließen sollen“, aber nichts komme hier im Grenzgebiet an. Die Gemeinde müsse selbst aktiv werden, erklärte Frank Nieling von der Telekom, sie müsse Leerrohre legen und Förder-Anträge stellen. Allerdings gebe es nirgendwo eine 100-Prozent-Förderung, es bleibe immer ein Eigenanteil für die Gemeinde. Das wollten die Ratsmitglieder so nicht gelten lassen. „Wir können von unserem Netzbetreiber erwarten, dass er auf uns zukommt und uns berät, was an Förderung möglich ist“, war die einhellige Meinung.

(StadtSpiegel)