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Platz in Elmpt hat einen Namen

Elmpt. Auf Antrag des Klängerklubs heißt der Platz an der Goethestraße in Elmpt jetzt Bischof-Stockums-Platz. Von Heike Ahlen

Plätze und Straßen im Gemeindegebiet sollen Namen tragen, die an lokale Persönlichkeiten oder alte Gemarkungsnamen erinnern. So hatte der Klängerklub schon vor längerer Zeit den Antrag gestellt, einen Platz nach Bischof Dr. Wilhelm Stockums zu benennen. Stockums wurde im Jahr 1877 in Elmpt geboren. Er wurde 1902 zum Priester geweiht und promovierte 1912. Seit 1932 war er Weihbischof in Köln. Aber er blieb seiner Heimat Elmpt immer eng verbunden.

Bei der Einweihung würdigte der Vorsitzende des Klängerklubs, Theo Coenen, ihn als „Kämpfer für seinen Glauben und die Freiheit“ während der NS-Zeit. Nach dem Krieg machte sich Stockums vor allem um die Versöhnung zwischen Niederländern und Deutschen im Grenzgebiet verdient. Es gelang ihm mit Hilfe seiner niederländischen Kollegen, die durch Kriegsverbrechen und Plünderungen entstandene feindliche Haltung hüben wie drüben zu wandeln, um ein Wieder-Aufeinander-Zugehen zu erreichen.

Bürgermeister Kalle Wassong würdigte in seiner Ansprache ebenfalls die Verdienste des Bischofs, der sich stets für Versöhnung und ein friedvolles Miteinander eingesetzt habe – hohe Werte, die in der heutigen Zeit wieder an Bedeutung gewinnen sollten.

(StadtSpiegel)