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Passender Spender gefunden

Passender Spender gefunden
Die Freude über den Erfolg der Aktion war bei allen groß. FOTO: Heike Ahlen
Niederkrüchten (hei). 275 Menschen haben sich bei der Typisierungsaktion der DKMS in Niederkrüchten als mögliche Stammzellspender registrieren lassen. Für die 16-jährige Pauline, die an Leukämie erkrankt ist, wurde fast zeitgleich ein Spender gefunden. Von Heike Ahlen

Als die Eltern der Kita St. Bartholomäus erfahren hatten, dass die 16-jährige Tochter einer Erzieherin an Leukämie erkrankt ist, beschlossen sie, etwas tun zu wollen. Herausgekommen ist eine Registrierungsaktion für neue mögliche Stammzellspender. Die fand am Sonntag im Pfarrheim St. Bartholomäus statt.

Parallel dazu lief natürlich die Suche nach einem Spender für Pauline bereits auf Hochtouren. Sobald die Gewebemerkmale eines Erkrankten vorliegen, werden sie mit Proben aus der ganzen Welt verglichen. Die DKMS, die Deutsche Knochenmark-Spenderdatei, die die Registrierungsaktion durchführte, ist die größte deutsche Datenbank. Und irgendwo in diesem internationalen Pool aus Datenbanken gab es jetzt den Treffer – einen Spender für Pauline. Wo dieser herkommt und ob es ein „er“ oder eine „sie“ ist, ist nicht bekannt. Das fällt unter den Datenschutz.

Und so hatte Marion Schmitz vom Orga-Team gleich zwei Mal kurz hintereinander Grund zur Freude. „Als wir vom Orga-Team die großartige Nachricht bekommen haben, hatten wir alle Gänsehaut und Tränen in den Augen vor Freude, es ist wie ein Wunder und nun gibt es allen Grund für ganz viel Hoffnung“, sagt sie.

Kurz zuvor hatte sie gestaunt, wie viele Menschen zur Typisierungs-Aktion gekommen waren – und wie groß die Spendenbereitschaft war, das Auswerten der Proben auch finanziell zu unterstützen. Denn jeder Test kostet die DKMS 35 Euro.

Bereits in der Zeit vor der Typisierungsaktion waren 2.852,87 Euro gesammelt worden. Die Spendenbox füllte sich dann am Sonntag mit weiteren 3.738,50 Euro. Am Montag erhöhte sich die Spendensumme sogar noch weiter. 300 Euro des am Sonntag gesammelten Geldes stammen von den Messdienern der Pfarren St. Bartholomäus Niederkrüchten und St. Martin Oberkrüchten. Florian und Sarah Kaminski überbrachten das Geld für den guten Zweck.

Die Menschen, die jetzt in Niederkrüchten getestet wurden, können nun zur Hoffnung für Erkrankte überall werden.

(StadtSpiegel)
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