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Neues Zuhause für das JRK

Neues Zuhause für das JRK
Die Mitglieder des Jugendrotkreuz brauchen ein neues Zuhause. FOTO: JRK Niederkrüchten
Niederkrüchten (hei). Weil in die ehemalige Hauptschule in Niederkrüchten bald die Grundschule einzieht, sucht das Jugendrotkreuz nach einer neuen Bleibe – was nicht ganz einfach ist. Von Heike Ahlen

Knapp 30 Kinder und Jugendliche bilden das Jugendrotkreuz (JRK) in Niederkrüchten. Bislang haben sie sich immer in einem Raum in der ehemaligen Hauptschule Niederkrüchten getroffen. Dort beginnen aber bald die Renovierungs- und Umbauarbeiten, weil die Grundschule da einzieht. Der Raum, den das JRK bisher genutzt hat, steht dann nicht mehr zur Verfügung, er wird für die Grundschüler gebraucht.

Zum Jahresende ist Schluss. Die Suche nach einem neuen Domizil gestaltet sich schwierig. Die Gemeinde hat eine Übergangslösung angeboten – die die Betreuer des JRK als nicht praktikabel ansehen. Sie sollen einen Gemeinschaftsraum im Verwaltungsgebäude Am Kamp gemeinsam mit anderen Gruppierungen nutzen können und einen eigenen Lagerraum dort zur Verfügung gestellt bekommen. Der Lagerraum sei nicht groß genug, um Möbel und Utensilien, die für die Ausbildung gebraucht werden, dort unterzubringen, erklären die Ehrenamtler. Und in dem Gemeinschaftsraum sei die Arbeit mit den Jugendlichen nicht möglich, weil bei einem nicht unerheblichen Teil der Zusammenkünfte die Realistische Unfalldarstellung geübt und deshalb mit reichlich Kunstblut umgegangen werde. Das aber könnte bleibende Erinnerungen in den Polsterstühlen hinterlassen.

Bürgermeister Kalle Wassong findet es, „bedauerlich, dass das JRK die Übergangslösung nicht als geeignet empfindet“. Er wisse, dass das nicht mehr als eine Übergangslösung sein könne, aber andere Räume stünden in der Gemeinde aktuell nicht zur Verfügung. Gleichwohl schätzten Gemeinde und Verwaltung die hier geleistete Jugendarbeit sehr hoch ein und seien natürlich bereit, das JRK auch weiterhin auf seiner Suche nach geeigneten Räumen zu unterstützen.

Das JRK hat sich jetzt an die Politik gewandt. In einem Brief an alle Fraktionen im Niederkrüchtener Gemeinderat und den Landrat schildern die Helfer die Situation und bitten um Abhilfe.

(StadtSpiegel)