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Neues vom Klängerklub

Neues vom Klängerklub
Sieben Autoren gemeinsam mit Bürgermeister Kalle Wassong (2.v.r.) im neu gestalteten Garten des Hanse Hüske. Von links: Heinz Schreurs, Dr. Karl-Heinz Achten, Trude Götz, Mathias Sieben, Theo Coenen, Christine Bors und Anni Küskens. FOTO: Heike Ahlen
Elmpt (hei). Der Klängerklub Elmpt hat das 20. Jahrbuch "Verschäije Schtökker en Älempter Plott" herausgegeben. Von Heike Ahlen

Seit 18 Jahren gibt es die Din-A4-Bände mit Geschichten und Gedichten auf Elmpter Platt. Die ersten erschienen noch im Halbjahres-Rhythmus, danach wurden es echte "Jahrbücher".

Im aktuellen Band sind 23 Beiträge – das ist mehr als sonst üblich. Viele haben einen historischen Bezug, sind witzig oder nachdenklich. Acht Autoren und Illustrator Herbert Markus zeichnen für das Werk verantwortlich. "Jeder stellt seine Geschichten auf den Klängerabenden dem Publikum vor – und dann wird überlegt, ob das so richtig ist, oder ob noch jemand das ein oder andere Detail beitragen kann", erzählt Dr. Karl-Heinz Achten, unter dessen Federführung das Buch jeweils entsteht.

Er selbst hat sich auch mit den verschiedensten Themen beschäftigt. Besonders spannend ist die Geschichte, die sich der Frage widmet, ob es in Zukunft wieder Wölfe im Elmpter Wald geben wird. Denn schließlich sei NRW "Wolfserwartungsland". In den Jahren 1810 und 1811 muss es in der Gegend noch Wölfe gegeben haben – und sie sorgten für Angst und Schrecken in der Bevölkerung. In einer Statistik der Franzosen sind zwischen Juli 1810 und Juni 1811 in der Region 13 Wolfsangriffe auf Kinder verzeichnet. Nur zwei Mädchen überlebten. Achten hat die Statistik überprüft und festgestellt, dass die Sterbedaten mit denen in den Kirchenbüchern übereinstimmt. Von daher sei davon auszugehen, dass es vor 200 Jahren wirklich Wölfe in der Umgebung gab, die großen Schaden anrichteten.

Ein fröhlicheres Thema sind die Hühner – und ihre Intelligenz, in Sprichworten, aber auch in der Realität. Die Hühner, die Christine Bors als Kind für ein paar viel zu große Schuhe ertauschte, waren sicher klug, denn sie ließen sich von ihrer kleinen Besitzerin täglich im ausrangierten Kinderwagen in ihren Freilauf fahren und abends wieder abholen.

Eher nachdenkliche Worte hat Trude Götz bei den "Wainachtsjeschänken" gefunden. So viele Menschen möchten heutzutage lieber Scheine unter dem Weihnachtsbaum liegen haben als ein mit Liebe ausgesuchtes Geschenk.

Der neue Band "Verschäije Schtökker en Älempter Plott" ist ab sofort erhältlich. Er kostet wie seine Vorgänger zehn Euro. Bekommen kann man ihn beim Kulturamt der Gemeinde, in der Gemeindebibliothek am Laurentiusmarkt, in der Buchhandlung Boom in Roermond, im Café Achten und bei Dr. Karl-Heinz Achten.

 

(StadtSpiegel)