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Neues in Älempter Plott

Elmpt. Zum 19. Mal kommen „Verschäije Schtökker en Älempter Plott“ auf den Markt. Der Klängerclub Elmpt kann stolz sein auf sein Werk. Von Sandra Geller

Sechs Autoren haben wieder Geschichten und Anekdoten aus der Vergangenheit für das traditionelle Jahrbuch des Klängerklubs zusammengestellt. Diesmal sind es 22 Beiträge - und das Jahrbuch ist etwas dicker geworden als gewöhnlich.

Geschrieben wird wie man es spricht. Am besten liest man sich die Texte leise murmelnd vor, dann erschließen sie sich auch demjenigen, der dieser alten Sprache nicht mehr mächtig ist. „Wir schreiben in dem Platt, das hier in Elmpt vor 50, 60 Jahren noch Alltagssprache war“, sagt Dr. Karl-Heinz Achten, der Initiator der Buchreihe. Viele Worte werden im Anschluss an jeden Text zum leichteren Verständnis ins Hochdeutsche übersetzt. Am Ende des Jahrbuchs findet sich auch eine Lautschrift-Tabelle, die einzelne Buchstaben und ihre Aussprache erklärt.

Es geht um die „Kruenekraane“, die Kronenkraniche, die im Herbst ziehen, um Kaninchen und Hase, den Spatz, Hummel und Wespe. Aber auch die Geschichte, die vor fast 30 Jahren der Auslöser dafür war, dass der Klängerklub überhaupt gegründet wurde, ist hier noch einmal aus der Feder von Dr. Wilhelm In der Smitten nachzulesen - „Et Leed van de Schötteraij“. Es geht um einen Schützenkönig und seine unwillige Königin, leere Kassen und eine neue Fahne, die alle wieder vereint. Und weil darin die Redewendung „op der Honk jekomme“, also „auf den Hund gekommen“ vorkommt, hat Karl-Heinz Achten dem „Kaarehong“, dem Karrenhund, der als Zugtier eingesetzt wurde, noch eine eigene Geschichte gewidmet.

Auch die Waldbeeren, die im August nur unter stetigem Pfeifen geerntet werden durften - weil die Eltern dann sicher sein konnten, dass die jungen Pflücker nicht alles aßen, sondern wirklich sammelten - und der St. Martin, der durch Amern ritt, sind Themen.

Kaufen kann man das neue Werk wie immer für zehn Euro beim Kulturamt der Gemeinde Niederkrüchten, in der Gemeindebibliothek, im Bürgerservice, im Café Achten und natürlich bei Dr. Karl-Heinz Achten persönlich.

(StadtSpiegel)