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Lebensmittelmarkt in Elmpt: Patt!

Niederkrüchten. Fassungslosigkeit bei den knapp 100 Zuhörern im Elmpter Ratssaal nach der Abstimmung über den Standort für einen neuen Lebensmittelmarkt. 17 Ratsmitglieder stimmten für die Mönchengladbacher Straße, 17 für das Heineland. Patt. Entschieden werden soll nun nach der Sommerpause. Von Heike Ahlen

Der Hintergrund: In Elmpt gibt es einen Edeka-Markt an der Adam-Houx-Straße. Weil der nur 600 Quadratmeter Verkaufsfläche hat, hatten Unternehmen und Pächter mitgeteilt, dass dieser nicht länger wirtschaftlich zu betreiben sei. Die Verträge sind zum Jahresende gekündigt.

Lange Zeit hatte es so ausgesehen, als sei Edeka das einzige Unternehmen, das einen neuen, größeren Markt in Elmpt bauen wolle. Und für dieses Unternehmen gab es nur einen geeigneten Standort - eine Wiese an der Mönchengladbacher Straße, im Landschaftsschutzgebiet. Dagegen liefen Naturschützer Sturm.

Im April wurde bekannt, dass auch Rewe an einer Ansiedlung interessiert ist, und zwar im geplanten Neubaugebiet Heineland neben der Feuerwehr.

Der Planungsausschuss am 15. Juni hatte mit einer Stimme Mehrheit für das Heineland gestimmt, der Rat musste die Entscheidung aber selbst treffen. Die Parteien votierten teilweise nicht einheitlich. Grüne, Linke und die große Mehrheit der CDU stimmten für das Heineland, die SPD für die Mönchengladbacher Straße. FDP und CWG teilten ihre Stimmen auf. Direkt nach der Ratssitzung am Dienstagabend kündigte die parteilose Bürgermeisterkandidatin Yvonne Jeurißen an, ein Bürgerbegehren auf die Beine zu stellen, um dafür zu sorgen, dass es einen Bürgerentscheid zu dieser Frage gibt. Dafür müssten neun Prozent der Niederkrüchtener Bürger unterschreiben – dann könnte der Rat mit Zwei-Drittel-Mehrheit entscheiden, dass es einen Bürgerentscheid gibt. Möglicherweise wird das Bürgerbegehren aber gar nicht nötig sein. Denn die CDU-Fraktion hat den Bürgerentscheid bereits beantragt.

(Report Anzeigenblatt)
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