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Gasherd löste Brand aus

Gasherd löste Brand aus
Aufgrund des Brandes wurden zwei Gebäude in Mitleidenschaft gezogen. FOTO: Heike Ahlen
Niederkrüchten (hei). Ein versehentlich nicht ausgeschalteter Gasherd löste das Feuer in Brempt aus, bei dem zwei Häuser schwer beschädigt wurden. Von Heike Ahlen

Brandsachverständige der Polizei Viersen haben festgestellt, dass ein nicht ausgeschalteter Gasherd die Ursache für einen Brand war, der am Samstag zunächst am Nachmittag, später noch über Stunden in der Nacht die Feuerwehr forderte.

Gegen 16 Uhr war das Feuer an der Kahrstraße in der Nähe der Schwalmbrücke gemeldet worden. Gemeldet worden war der Brand zunächst als Wohnungsbrand. Dazu wird neben dem örtlich zuständigen Löschzug Niederkrüchten immer auch die Drehleiter, die in Elmpt stationiert ist, alarmiert. Dass die Kräfte schon bei der Anfahrt von Elmpt aus die dicke schwarze Rauchwolke sehen konnten, führte dazu, dass Vollalarm für alle Niederkrüchtener Feuerwehrleute ausgelöst wurde.

Der Anbau zwischen zwei Häusern, in dem die Küche mit dem Gasherd untergebracht war, stand in hellen Flammen, als die Feuerwehr eintraf. Trotz schneller Löscharbeiten wurden beide Gebäude in Mitleidenschaft gezogen, eins weniger, das zweite mehr.

Für rund zwei Stunden war während der Löscharbeiten die Ortsdurchfahrt in Brempt gesperrt. Die Polizei beklagte in der Anfangsphase der Löscharbeiten, dass Schaulustige der Aufforderung, den Bereich der Einsatzstelle zu verlassen, nicht nachkamen. Dies twitterte die Polizei sogar – verbunden mit der Aufforderung, die Fenster wegen der starken Rauchentwicklung geschlossen zu halten.

Teilweise musste der Anbau mit Schaum gelöscht werden, weil ein Betreten durch die Feuerwehrleute wegen drohender Einsturzgefahr nicht mehr möglich war.

Wenn alte Häuser brennen, besteht aufgrund der Bauweise mit ungedämmten Wänden und Zwischendecken eine größere Gefahr, dass ein Brand nach Stunden noch wieder aufflackert. Deshalb verblieb zunächst eine Brandwache am Einsatzort. Nachdem Kontrollen, die regelmäßig über fast fünf Stunden durchgeführt wurden, keine Hitzeentwicklung mehr erbracht hatten, rückte der Löschzug ein. Kurz darauf ergab sich eine erneute Rauchentwicklung aus dem Dachstuhl eines der Häuser. Die Wehr löschte noch einmal, kontrollierte weiter und ließ die Brandwache dann über die komplette Nacht dort.

Ausdrücklich danken die Feuerwehrleute den Anwohnern und Nachbarn für ihr kooperatives Verhalten.

(StadtSpiegel)