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Die große „Rot-Kreuz-Familie“

Die große „Rot-Kreuz-Familie“
Dustin und Eirin Exner (hinten) engagieren sich mit ihren Eltern Christian und Bianca Exner ehrenamtlich beim JRK. FOTO: Horst Siemes
Niederkrüchten. Der Stadtspiegel stellt in einer Serie Menschen vor, die sich ehrenamtlich engagieren. Sie erzählen aus ihrem Ehrenamt, warum sie es ausüben – und warum Sie es auch tun sollten. Von Gina Dollen

Für die zweite Folge unserer Serie „Ehrenamt ist Ehrensache“ haben wir Familie Exner getroffen, in der sich alle vier Familienmitglieder ehrenamtlich beim Deutschen Jugendrotkreuz (JRK) einsetzen.

Papa Christian Exner (46) ist „gefühlt seit seiner Geburt“ beim Roten Kreuz. „Offiziell bin ich 1984 im Kreis Mettmann ins Jugendrotkreuz eingetreten. Durch unseren Umzug habe ich 2009 in den Ortsverein Niederkrüchten gewechselt“, berichtet der Familienvater. Seine Frau Bianca Exner (39) ist seit 2010 dabei.

Bei den Eltern konnte es quasi gar nicht anders kommen, dass auch beide Kinder ins Ehrenamt hineinwachsen. Der 19-jährige Dustin und die 15-jährige Eirin sind ebenfalls seit 2010 beim JRK. „Als ich nach Elmpt gezogen bin, habe ich mich total gefreut, in einem DRK-Kindergarten zu sein. Seit meine Mutter unserer Gruppe gegründet hat bin ich auch Mitglied“, erzählt Dustin Exner. Als die Familie nach Niederkrüchten zog, gab es dort keine JRK-Gruppe. Aber die Exners wären nicht die Exners, wenn es dafür keine Lösung gegeben hätte. Auf Rat des Bereitschaftsleiters gründeten Bianca und Christian Exner die JRK-Gruppe Niederkrüchten.

Der Grund, sich ausgerechnet beim JRK zu engagieren, liegt für Tochter Eirin auf der Hand. Sie hat einfach Spaß daran, sich für andere einzusetzen und zu helfen. „Außerdem treffe ich meine Freunde, die ich halt ’nur’ beim JRK sehe“, erklärt sie – die große „Rot-Kreuz-Familie“, wie sie gerne von Christian Exner betitelt wird. „Wir beschäftigen uns neben der Ersten Hilfe und Notfalldarstellung auch mit Themen wie Umwelt und Völkerverständigung“, ergänzt Bianca Exner.

Nach einer so langen Zeit als Ehrenamtler kann die Familie auf einige besondere Erlebnisse zurückblicken. Besonders die vielen Veranstaltungen und Treffen, wie beispielsweise das „Supercamp“ auf Rügen, begeistern die ganze Familie. „Dort konnten wir uns mit JRK’lern aus ganz Deutschland sowie aus Mexiko, Schweiz, Malaysia, Österreich, Italien und den Niederlanden austauschen. Außerdem wurde unsere neue Kampagne ’Menschlichkeit’ mit verschiedenen Workshops und Konzerten eröffnet“, erinnert sich Bianca Exner.

Warum man sich ehrenamtlich beim JRK engagieren sollte, erklären die Exners ganz einfach: „Wer Teil von etwas Großem sein möchte, für vielfältige Tätigkeitsfelder offen ist, auch mal etwas verändern möchte und Spiel- und Spaß sucht, der ist bei uns genau richtig.“

(StadtSpiegel)