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„Wir empfehlen zu murmeln“

„Wir empfehlen zu murmeln“
Gemeinsam mit weiteren Autoren und Illustrator stellte Dr. Karl-Heinz Achten (4.v.l.) das neue Jahrbuch des Klängerclub Elmpt vor. Auch Bürgermeister Herbert Winzen (3.v.l.) und Theo Coenen (re., Vorsitzender des Kländerclubs) freuen sich auf den 18. Band. FOTO: Ohmer
Elmpt. Das 18. Jahrbuch des Klängerclub Elmpt „Verschäije Schtökker en Älempter Plott“ ist jetzt druckfrisch erschienen. Von Claudia Ohmer

Die Federführung des Jahrbuch 2015 des Klängerclub Elmpt hat wieder Heimatforscher Dr. Karl-Heinz Achten übernommen. Mit den weiteren Autoren Mathias Sieben, Anni Küskens Minchen Coenen, Trude Götz und Dr. Wilhelm In der Smitten ist ein Werk mit 24 Beiträgen rund um alte Bräuche, Elmpter Lebensart und Gewohnheiten entstanden. Die Texte, bei den auch Sprachhilfen gegeben werden, hat der Illustrator Herbert Markus mit dazu passenden Federzeichnungen untermalt.

„Wir empfehlen jedem die Texte beim Lesen vor sich hin zu murmeln“, rät Dr. Karl-Heinz Achten zum Gebrauch des Jahrbuchs. „Dann ist es leichter zu lesen und zu verstehen.“

Themen im neuen Mundart-Werk sind unter anderem „erömmträkkende Handwäreks-Lüü“ wie Schuenmeäker (Schuhmacher), Mangeböämer (Korbmacher) und Klompemeäker (Holzschuhmacher), der Eichenbaum, der Siebenschläfertag und die Tradition der Klompen. „In Klompen wurde gearbeitet und im Winter hat man sie mit Stroh drin getragen. Und nach der Schule hat man sich mit Klompen gar geschlagen“, erinnert sich Dr. Achten.

Aber auch der „Mexikanischen Jripp“, „Kloas möt der schworte Düüvel“, „Läästije Vleeje“, und „Oos Älempt“ sind Inhalt der Beiträge.

Exemplare des Jahrbuchs, das für zehn Euro erhältlich ist, werden sogar in die USA, nach Berlin und Dresden verschickt. „Dort leben ehemalige Elmpter“ erklärt Dr. Achten, der noch genug Mundart-Material für die nächsten beiden Ausgaben des Jahrbuchs in petto hat.

„Doch wir haben Nachwuchs-Probleme, auch im Klängerclub“, berichtet der Heimatforscher. „Wir möchten das Plott erhalten, doch das wird immer schwieriger, da die jungen Leute es nicht mehr sprechen können.“

(Report Anzeigenblatt)