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„Bei uns ist jeder wichtig“

„Bei uns ist jeder wichtig“
Lieben die Arbeit in der Bibliothek: (v.l.n.r.) Uta Krüger, Uschi Albers, Iris Meisel, Monika Schöler, Agathe Bongartz, Regina Weynarski, Margret Driesen, Brigitte Gitzen und Annemie Küsters.
Schwalmtal. Sie sind wertvoll für die Gesellschaft und opfern ihre Freizeit für das Gemeinwohl: Ehrenamtler. In der Gemeindebibliothek Schwalmtal teilen sich acht Ehrenamtlerinnen die Schichten, um die Festangestellte Uta Krüger zu unterstützen und den Verleih von Schmökern und Co möglich zu machen. Von Simone Krakau

Wie gut ginge es uns ohne das Ehrenamt? Wahrscheinlich eher mittelprächtig. Würden die zahlreichen Menschen, die sich in unserem Kreis ehrenamtlich engagieren, dies von heute auf morgen plötzlich nicht mehr tun, würden viele Freizeitangebote und wichtige Hilfen wegfallen. Auch die Gemeindebibliothek auf dem Marktplatz in Waldniel würde es in dieser Form so eventuell nicht geben. Denn bis auf die Festangestellte Uta Krüger arbeiten alle acht weiteren Mitarbeiterinnen dort ohne jegliche Vergütung, sondern ehrenamtlich, freiwillig und gemeinwohlorientiert.

In Zweier- oder Dreierschichten engagieren sie sich zwischen zwei und zehn Stunden pro Woche in der Bibliothek am Markt. Die einen mehr, die anderen weniger – so, wie es sich mit dem persönlichen Alltag vereinbaren lässt.

Die Arbeit in der Bibliothek sei durchaus vielseitig – Langeweile komme hier definitiv nie auf. „Angefangen beim Einbinden und Einsortieren der neuen Bücher über die Arbeit am Computer und die Fernleihe bis hin zum Schreiben der Empfehlungen und der Beratung der Kunden ist hier für jede Ehrenamtlerin etwas dabei“, betont Krüger.

Krüger ist froh über die tatkräftige Unterstützung von Montag bis Samstag und weiß, dass diese Arbeit nicht selbstverständlich ist. „Ich schätze die Tätigkeit der Frauen sehr. Es entsteht auch immer sehr viel Arbeit um das alltägliche Geschäft herum, so dass die Hilfe unbedingt benötigt wird.“

Aber woher nimmt man die Motivation unentgeltlich zu arbeiten, wenn man auch einen bezahlten Job machen könnte? „Die Kinder sind aus dem Haus und der Haushalt wurde weniger. Da habe ich eine Beschäftigung gesucht. Gleichzeitig war es mir sehr wichtig etwas für die Gemeinde zu tun“, sagt Annemie Küsters. „Und ein wirkliches Opfer bringen wir hier nicht“, ergänzt Uschi Albers. „Denn die Arbeit macht wirklich richtig viel Spaß. Ich komme gerne hier her.“

Dass der „Spaß“ bei den Frauen in der Bibliothek groß geschrieben wird, merkt man sofort. Sie verstehen sich super und die Stimmung ist ausgelassen. „Wir sind eben ein gutes Team hier in der Bibliothek“, sagt Uta Krüger. „Bei uns ist jeder wichtig und wird geschätzt. Wir ergänzen uns super.“

Neben ihrer Leidenschaft zum Ehrenamt haben die Frauen aber alle noch etwas anderes gemeinsam: die Liebe zu Büchern. „Wir kommen hier ganz schnell an die neuesten Bestseller heran“, freut sich Albers. „Das ist doch auch toll.“

Noch bis Samstag, 22. September, ruft der dm-Markt dazu auf, zwischen jeweils zwei lokal engagierten Empfängern abzustimmen. Für die Bibliotheken Schwalmtal und Niederkrüchten kann dann mit dem Einwurf eines Herzens in eine Box vor Ort abgestimmt werden.

(Report Anzeigenblatt)