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23 Mal „Daumen hoch“

23 Mal „Daumen hoch“
Nach der theoretischen Prüfung mussten Praxis-Aufgaben gelöst werden. FOTO: Heike Ahlen
Westkreis. Junge Wehrleute aus dem Westkreis haben ihre Prüfung zum Feuerwehrmann und zur Feuerwehrfrau bestanden. Von Heike Ahlen

„Daumen hoch“ – das sagt der Leiter der Schwalmtaler Feuerwehr, Dirk Neikes, immer, wenn Aufgaben gut gelöst wurden. Jetzt hatte er gleich 23-mal die Gelegenheit dazu. Denn 17 Männer und sechs Frauen haben den Truppmann-1-Lehrgang erfolgreich absolviert und können damit vom Feuerwehrmann-Anwärter zum Feuerwehrmann – oder auch zur Feuerwehrfrau – befördert werden.

Einige sind noch in den Jugendfeuerwehren und müssen auf ihren ersten Einsatz bis zum 18. Geburtstag warten, aber die meisten dürfen sofort zeigen, was sie gelernt haben.

Nachdem alle bereits die theoretische Prüfung bestanden hatten, mussten sie jetzt praktisch zeigen, was sie können. Aufgeteilt in drei Gruppen erhielt jede Gruppe zwei Aufgaben auf dem Schulhof der Europaschule.

Schon seit Jahren bieten die Feuerwehren im Westkreis diesen Lehrgang gemeinsam an. Diesmal konnten sie zehn Schwalmtaler, sieben Niederkrüchtener und fünf Brüggener begrüßen. Dazu kam ein Anwärter aus Wegberg, der sonst hätte warten müssen, bis sich in seiner Wehr genug Mitstreiter für einen Lehrgang gefunden hätten. Die gemeinsame Ausbildung sorgt dafür, dass zügig neue Feuerwehrleute ausgebildet werden können. Die Ausbilder kommen aus allen drei Wehren, bieten den jungen Feuerwehrleuten eine breite Palette an Wissen und Erfahrung und eine Ausbildung auf hohem Niveau.

Nachdem die erste Aufgabe bewältigt ist, fragt Neikes bei den angehenden Feuerwehrleuten nach: „Wie viel Wasser kommt da in einer Minute raus? Wie weit könnt Ihr Euch maximal vom Fahrzeug entfernen?“ Fix im Kopf gerechnet: Ein B-Schlauch ist 20 Meter lang, ein C-Schlauch 15 Meter. Ein B- und zwei C-Schläuche: Macht 50 Meter.

Auch im Umgang mit Schaum, um ein brennendes Auto zu löschen, erweisen sich die angehenden Feuerwehrleute als fit. Und deshalb heißt es am Ende 23 Mal: „Daumen hoch.“

(StadtSpiegel)
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