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Wir kommen wohl hin!

Wir kommen wohl hin!
Es geht natürlich ums liebe Geld, wenn Verwaltung und Politik vom Haushalt reden. FOTO: Andreas Hermsdorf - pixelio.de
Nettetal. Nettetal drohe keine Überschuldung, Nettetal müsse auch keine Haushaltssicherungskonzept aufstellen. Das betonte Bürgermeister Christian Wagner in seiner Rede in der vergangenen Ratssitzung, als der Haushalt für das kommende Jahr 2017 eingebracht wurde. Von Ulrich Rentzsch

Die Stadt plant Ausgaben in Höhe von 100,5 Millionen Euro, dagegen gerechnet werden 97,7 Millionen Euro Einnahmen. Bleibt ein Defizit von 2,8 Millionen Euro, 400 000 Euro mehr als noch im aktuellen Jahr. Herhalten, um es etwas salopp zu sagen, muss die Ausgleichsrücklage. Daraus wird nämlich der defizitäre Betrag entnommen. Und auch wenn diese Ausgleichsrücklage schmilzt: Der Haushalt der Stadt ist damit ausgeglichen.

„Die Weichen richtig stellen“, unter dieses Motto stellte der Bürgermeister seine Rede. Denn die Stadt muss in naher Zukunft wichtige Entscheidungen treffen. Ein Beispiel: das Projekt Werner-Jaeger-Halle. „Es wird letztlich darauf ankommen, wie wir unter Abwägung der finanziellen Möglichkeiten die gestalterischen und inhaltlichen Aspekte eines langfristig attraktiven Theater- und Aulagebäudes, in dem sich buchstäblich möglichst viele wiederfinden, gewichten“, sagte Wagner. Kostengünstige Notreparaturen, Schließen des Theaters oder ein Ersatz-Billigbau sind für Wagner nur Scheinlösungen.

Ein weiteres Beispiel: Aller Voraussicht wird das Schwimmbecken des LandesSportBundes in Hinsbeck geschlossen. Somit bekommt das Lehrschwimmbecken in Breyell eine noch größere Bedeutung. Dieses Becken jedoch muss saniert werden. Das kostet Geld.

Des Weiteren stünden auch die Parkraumbewirtschaftung (sprich: Parkgebühren in den Innenstädten) und die Zukunft der Zweigstellen von Stadtbücherei und Bürgerservice zur Diskussion.

Gute Nachrichten für die Bürger und Unternehmer Nettetals: Eine Anhebung der Gewerbesteuer und der Grundsteuer B ist in Haushaltsplan nicht vorgesehen.

Gemessen an den vielen anderen Städten und Gemeinden befinden wir uns in einer guten Lage“, betonte Wagner, „nutzen wir alle in Nettetal diese gute Ausgangsposition, um mutig die richtigen weichen zu stellen.

(StadtSpiegel)