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Traditionelles Handwerk im grünen Idyll

Traditionelles Handwerk im grünen Idyll
Landrat Dr. Andreas Coenen (l.) tauscht sich auf dem Landschaftshof Baerlo mit den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Biotopschutz im Kreis Viersen aus. Der Vorsitzende Bernd Rosenkranz (r.) sowie Dr. Ekkehart Köhler führen den Landrat über das idyllische Gelände. FOTO: Kreis Viersen
Landrat Dr. Andreas Coenen besuchte den Landschaftshof der Arbeitsgemeinschaft Biotopschutz im Kreis Viersen. Er tauschte sich mit dem Vereinsvorsitzenden Bernd Rosenkranz sowie Dr. Ekkehart Köhler über den Landschaftsschutz und die Arbeit des Vereins aus. Von der Redaktion

Kreis Viersen/ Nettetal.

Als Einkaufskorb finden die Ruten der Kopfweide bis heute Verwendung. In den Ausstellungsräumen des Landschaftshofs Baerlo in Nettetal gibt es darüber hinaus zahlreiche Exponate, die die Vielseitigkeit des nachwachsenden Rohstoffes bezeugen: historische Kinderwagen, Erntehilfsmittel oder Gefäße aus Weiden-Flechtwerk. „Sie halten nicht nur das traditionelle Korbflechter-Handwerk lebendig, sondern tragen auch durch Ihre engagierte Arbeit dazu bei, dass der Niederrhein sein einmaliges Landschaftsbild erhält“, sagte der Landrat.

Die Mitglieder der AG Biotopschutz unterhalten nicht nur die umfangreiche Sammlung an Flechtwerk, sie geben auch Kurse in der historischen Handwerkskunst. Vor allem aber engagieren sie sich für den Biotopschutz um den Landschaftshof und die Nettetaler Seen. Dazu gehört in erster Linie der regelmäßige Kopfweidenschnitt – auch im Auftrag des Naturparks Schwalm-Nette, dessen Verbandsvorsitz Dr. Coenen inne hat.

Einen ganz anderen Beitrag zum Landschaftschutz leisten die vierbeinigen Bewohner auf Baerlo. Die Hochlandrinder erhalten ebenfalls die Kulturlandschaft, indem sie die Gräser kurz halten. Zudem finden in den Trittmulden der Hufe Pflanzen neuen Lebensraum. In Kürze erwarten die Kühe Nachwuchs. „Dabei übernehmen immer Kinder aus der Region die Patenschaft“, sagt Rosenkranz. Die Mädchen und Jungen geben den Tieren einen Namen und übernehmen für ein Jahr die Pflege. Kosten entstehen keine.

Zu guter Letzt führten die Mitglieder der AG Biotopschutz den Landrat über das Hofgelände und die neu entstandene Brücke. „Hier haben Sie sich selbst, aber vor allem auch den Wanderern, Radfahren und Besuchern des Landschaftshofs ein grünes Idyll geschaffen“, sagte der Landrat Dr. Coenen.

(StadtSpiegel)
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