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Scouts im Schulbus

Scouts im Schulbus
15 Schülerinnen und Schülern wurden jetzt zu neuen Busbegleitern ernannt. FOTO: Stadt Nettetal
Nettetal. Als vorbildliches Engagement für die Gemeinschaft würdigte Nettetals Bürgermeister Christian Wagner in der Kaldenkirchener Realschule die Ausbildung von 15 Schülern, die zukünftig als Busbegleiter für Sicherheit in den Schulbussen sorgen. Von der Redaktion

Gewaltprävention und der Blick auf das Einhalten von Regeln gehören dabei zu den Hauptaufgaben. Bis zur Beendigung der Realschulzeit werden die Scouts nun ihren Teil dazu beitragen, dass auf den Fahrten zur Schule und nach Hause alles mit rechten Dingen zugeht.

Seit mittlerweile elf Jahren werden an der Realschule Achtklässler in mehreren Schulstunden theoretisch ausgebildet und können das Erlernte anschließend auch in einem echten Bus in Rollenspielen anwenden. Thomas Röder, Lehrer und Projektbegleiter, erklärt, worauf es ankommt: „Die Busscouts sollen die Busfahrten mit offenen Augen begleiten. Nicht als Hilfssheriffs, sondern als Ansprechpartner für jüngere Schüler, für die die Fahrten mit dem Bus noch neu sind. Natürlich achten sie auch darauf, dass Gewalt erst gar nicht entsteht.“ Zur Gewaltprävention gehört das ruhige Ansprechen bei Missachtung von Regeln. „Selbstverständlich agieren die Scouts nur im Rahmen ihrer Möglichkeiten und sollen deeskalierend wirken. Sich selbst in Gefahr begeben soll niemand“, stellt Röder klar. Vielmehr geht es darum, Provokationen zu vermeiden, im Team zu arbeiten, überlegt zu handeln und eine Vorbildfunktion auszuüben. Das Fehlverhalten soll direkt angesprochen und die möglichen Folgen aufgezeigt werden. „Körperkontakt“, betont Röder, „soll tunlichst vermieden werden“.

Christian Wagner machte deutlich: „Ihr setzt euch für andere ein und seit engagiert, außerdem entwickelt sich eure Persönlichkeit durch die Arbeit als Busbegleiter. Das alles sind Eigenschaften, die euch auf eurem weiteren Lebensweg positiv begleiten werden. Auch, wenn es in einigen Jahren darum geht, sich Gedanken über einen Beruf zu machen. In Vorstellungsgesprächen, auch bei der Stadtverwaltung, wird es gerne gesehen, wenn sich Bewerber ehrenamtlich engagieren.“

Seinen Ursprung hat das Busbegleiter-Projekt im Ruhrgebiet, zu den Mitbegründern gehört Uwe

Schröder vom Busverkehr Rheinland.

(StadtSpiegel)