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Neun Bewerbungen um den Werner-Jaeger-Preis

Nettetal. Der vor drei Jahren vom Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Lobberich initiierte Werner-Jaeger-Preis, der an den aus Lobberich stammenden Altphilologen Werner Jaeger (1888 bis 1961) erinnern soll, wird am 7. Oktober in einer Festveranstaltung in der Werner-Jaeger-Halle zum zweiten Male verliehen. Von der Redaktion

Für den Preis an einen Altphilologen aus dem wissenschaftlichen Nachwuchs sind neun Bewerbungen eingegangen. Ein Kuratorium, das der VVV gemeinsam mit der Gesellschaft für antike Philosophie (GanPh) und dem Deutschen Altphilologenverband (DAV) gebildet hat, entscheidet über den Preisträger und wählt auch den verdienten Altphilologen aus, dessen Lebenswerk geehrt werden soll. Beide Preise sind mit jeweils 2.500 Euro dotiert.

Wie VVV-Vorsitzender Christian Weisbrich bei einer Sitzung des örtlichen Beirates mitteilte, ist die Finanzierung durch die Beteiligung der Nettetaler Sparkassenstiftung gesichert. Die Philologenverbände stellen das Preisgeld zur Verfügung. Der Landtagsabgeordnete Dr. Marcus Optendrenk, der die Anregung zu dem Preis anlässlich des 125. Geburtstages von Werner Jaeger (2013) gegeben und auch die Verbindung zu den Philologenverbänden geknüpft hatte, gab bekannt, dass die mit der Preisverleihung verbundene wissenschaftliche Tagung diesmal am 6. und 7. Oktober in der Akademie Heydevelthof in Leutherheide stattfinden wird. Sie steht unter dem Thema "Philosophie und politische Praktik in der Antike".Dazu werden wieder namhafte Wissenschaftler erwartet. Die dort gehaltenen Vorträge sollen später in einem Buch veröffentlicht werden.

Das Angebot, die Tagung stärker mit dem Werner-Jaeger-Gymnasium zu verknüpfen, begrüßte Schulleiter Hartmut Esser: "Wenn Professoren zu uns kommen, ist das ein Highlight für unsere Schüler." So will der Düsseldorfer Philosophie-Professor Hans-Ulrich Baumgarten eine Unterrichtseinheit zum Thema Philosophie gestalten. Über die "Kirchenlehrer des frühen Christentums", die auch ein Forschungsschwerpunkt Werner Jaegers waren, will der Münsteraner Theologe Thomas Sternberg sprechen; er ist seit 2015 auch Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK).

(Report Anzeigenblatt)