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Nettetal fit für die Zukunft?

Nettetal fit für die Zukunft?
Norbert Hommes und sein E-Auto. FOTO: Heinz Koch
Stolze Besitzer eines E-Autos sind seit einigen Wochen Angela und Norbert Hommes aus Nettetal-Hinsbeck. „Wir wollten trotz etwas höherer Kosten etwas für die Umwelt tun“ – das ist ihre Einstellung. Von der Redaktion

Hinsbeck (hk/ ur).

Doch dann waren sie überrascht, wie wenig diese Technik in Nettetal unterstützt wird. „Rundum haben alle Städte Ladestationen aufgestellt“, sagt Hommes, „nur Nettetal fehlt.“ Und gerade die Käufer von E-Autos sind Naturliebhaber, suchen Orte wie Nettetal auf.

Wie eine solche Entwicklung vor sich geht zeigte sich bei den E-Bikes. Vor zehn Jahren war deren Zahl noch gering. Erst als man deren Möglichkeiten mit Ladestationen unterstützte, wurden diese zahlreicher und durch die größere Produktion billiger, so dass sie heute eine Massenware sind. „Und dabei wird die Aufstellung von E-Ladestationen für Autos durch den Bundesverkehrsminister Dobrindt sogar finanziell unterstützt“, weiß Hommes. Von den 300 Millionen Euro, die dieser hierfür zur Verfügung gestellt hat, wurde bisher nur ein geringer Teil abgerufen. „Warum werden da die Stadt oder die Stadtwerke nicht aktiv? In der halben Stunde, in der ich oder Touristen den Akku des Wagens aufladen, kann ich einkaufen oder in ein Café gehen. Das sollte man auch für die Unterstützung der heimatlichen Unternehmen nutzen“, sagt Hommes.

„Wir sind dran am Thema“, sagt Norbert Dieling, Geschäftsführer der Nettetaler Stadtwerke. Bis Ende April konnte man Fördermittel für Ladestationen beantragen. Das hatten die Stadtwerke getan. Immer könne man mit einem Zuschuss von rund 40 Prozent rechnen. „Bislang haben wir aber noch keine Antwort bekommen, ob wir Fördermittel erhalten oder nicht“, sagt Dieling. Und: Natürlich sei das ein Thema der Versorger, irgendwoher müsse der Strom ja kommen.

Das bestätigt Jan van der Velden, Sprecher der Stadt Nettetal: „Das Thema Aufladestation für Elektroautos ist für uns nicht uninteressant, liegt aber nicht in unserem Bereichsfeld.“

Norbert Dieling hofft, dass noch in diesem Jahr Klarheit geschaffen werde, wie es weitergeht. In Nettetal seien zunächst zwei Ladestationen vorgesehen – mit großer Wahrscheinlichkeit in Kaldenkirchen und in Lobberich.

(StadtSpiegel)