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Mit oder ohne Gas?

Mit oder ohne Gas?
Auch ein ganz schön historischer Anblick – die Beleuchtung auf der Breyeller Josefstraße. Hier stehen keine Gaslaternen.
Lobberich. Die intensive Diskussion über die Zukunft der Beleuchtung des Windmühlenweges und der Mühlenstraße in Lobberich geht weiter. Noch geben die Gaslaternen kein Licht. Die Stadtwerke bemühen sich jetzt um eine provisorische Reparatur. Licht in die Angelegenheit soll auch ein Ortstermin am 28. März bringen. Von der Redaktion

Ralf Schmeink vom Heimatverein Stammtischrunde Lobberich 1953 betonte, dass durchaus noch identische Laternen erhältlich sind und dass auch noch Ersatzteile lieferbar sind. Dazu sagte Norbert Dieling, Geschäftsführer der Stadtwerke Nettetal: „Wir sind mit der Firma Trapp in Kontakt und suchen nach einer Lösung.“ So sollen die entsprechenden Gaslaternen zunächst repariert werden. „Das kann nur ein Provisorium bleiben“, sagte Norbert Dieling, eine Lösung, die dauerhaft trägt, wäre der bessere Weg. Als Dienstleister beugten sich die Stadtwerke den Wünschen von Politik und Anwohnern, machen aber dennoch darauf aufmerksam, dass die Laternen nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprächen. Beispielsweise gäbe es keine Flammüberwachung, betonte Dieling: „Entzünden die Laternen nicht, strömt Gas aus.“

Außerdem ist der Laternenmast auch gleichzeitig das Gasrohr. Bräche bei einem Unfall der Mast, ströme ebenfalls Gas aus. Ein modernes System sei dagegen mit einer Abschaltvorrichtung ausgestattet.

Ralf Schmeink betont dagegen die historischen Werte: „Während Städte wie Prag das edle Licht wieder neu in den Altstädten installieren, hat Lobberich als letzte Kleinstadt dieser Welt eine seit 1887 ungebrochene Gaslichttradition. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal das wir nur erhalten müssen.“ Ins gleiche Horn stößt auch Stephan Drabben, Anwohner am Windmühlenweg und Sprecher der Straßengemeinschaft: „Die Stadt Nettetal hat ein echtes Kulturerbe. Es ist absolut unverständlich, warum ein solches Juwel nicht gepflegt und touristisch genutzt wird.“ Einig sind sich sowohl Ralf Schmeink als auch Stephan Drabben, dass es möglich sei, die Laternen zu reparieren. Unverständnis äußern beiden darüber, dass dies noch nicht geschehen ist.

Falls man sich für neue Laternen entscheiden sollte, gleich in welcher Variante, muss Geld in die Hand genommen werden. Ein Möglichkeit wäre, neue Laternen zu installieren, die aussehen wie Gaslaternen, aber dennoch mit LED-Licht betrieben werden. Ob und in welcher Form Kosten auf die Anwohner umgelegt werden, konnte die Stadt noch nicht sagen. Dafür sei das Thema zu komplex, sagte Stadtsprecher Jan van der Velden. Letztlich müsse sowieso die Politik entscheiden, welche Maßnahmen zum Thema Gaslaternen ergriffen werden. Das bestätigte Norbert Dieling: Wir sind Dienstleister.“

Bei einem Ortstermin am Dienstag, 28. März, nun um 19 statt um 20 Uhr in der Turnhalle der Schule am See, wollen alle Beteiligten über eine Lösung diskutieren.

(StadtSpiegel)