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Lummerland hat einen neuen Träger

Nettetal. In seiner Sitzung am 6. April hat sich der Jugendhilfeausschuss mit deutlicher Mehrheit der Empfehlung der Stadtverwaltung Nettetal zur Übertragung der Kindertageseinrichtung „Lummerland“ auf den Evangelischen Verein für Jugend- und Familienhilfe aus Kaarst angeschlossen. Von der Redaktion

Damit billigt der Ausschuss die Entscheidung der Stadt Nettetal im vorangegangenen Trägerauswahlverfahren, die dreieinhalbgruppige Einrichtung ab dem kommenden Kindergartenjahr (Beginn 1. August 2016) in neue Hände zu geben. In dem Verfahren hatten sich die Arbeiterwohlfahrt, die Jugendhilfe Schloss Dilborn und der Evangelische Verein um die Weiterführung der Einrichtung beworben.

Vor den Ausschussmitgliedern legte der Erste Beigeordnete Armin Schönfelder dar, dass die Verwaltung vor allem das pädagogische Konzept des Trägers überzeugt habe. „Die Evangelische Jugend- und Familienhilfe nimmt im Rahmen ihres situationsbezogenen Ansatzes den Sozialraum im Speckerfeld besonders in den Blick“. Schwerpunkte des Konzeptes, so Schönfelder, seien neben der Betreuung, Bildung und Erziehung der anvertrauten Kinder die Elternarbeit und der Ausbau bestehender Kooperationen mit den unterschiedlichsten Partnern, beispielsweise dem Bürgerbüro oder den Grundschulen vor Ort. Fachbereichsleiter Jochen Müntinga ergänzte, dass die Verwaltung mit dem Träger bereits im Bereich der Hilfen zur Erziehung und der Betreuung der Notunterkunft für Flüchtlinge in Lobberich eng und vertrauensvoll zusammenarbeite. Er erhoffe sich besondere Synergien durch zusätzliche sozialpräventive Angebote.

Im Auswahlverfahren mussten die Träger neben einer ausführlichen Darstellung ihres Leitbildes auch konzeptionelle Vorstellungen zur praktischen Umsetzung ihrer Ideen, zur Arbeit als Familienzentrum und PlusKITA sowie zur Qualitätssicherung entwickeln. Auch die Bereitschaft der Bewerber zur Leistung gesetzlich vorgeschriebener finanzieller Eigenanteile floss in die Entscheidung mit ein. Im Vordergrund stand jedoch das pädagogische Konzept der Träger.

Schönfelder dankt der Arbeiterwohlfahrt für ihren „unermüdlichen Einsatz für Eltern und Kinder unter nicht immer ganz einfachen Bedingungen sowie die vielen Jahre guter Zusammenarbeit“. Erfreut ist die Verwaltung, dass der neue Träger alle Mitarbeiterinnen der Arbeiterwohlfahrt weiterbeschäftigen will und auch schon erste vielversprechende Gespräche zu ihrer Übernahme geführt habe. „Damit ist nicht nur eine kontinuierliche Beziehungsarbeit in der Einrichtung gewährleistet, sondern auch den Ängsten und Sorgen der Eltern wird Rechnung getragen“, erklärte der Erste Beigeordnete erleichtert.

(StadtSpiegel)