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Hauptschüler werden zu Steinmetzen

Hauptschüler werden zu Steinmetzen
Steinmetz Marco Mooren schaute den Hauptschülern über die Schulter. Die gaben sich beim Gravieren der Steine richtig große Mühe. FOTO: Joachim Burghardt
Kaldenkirchen. Hautnah erlebten Hauptschüler, wie Grabmale bearbeitet oder Steinplatten beschnitten werden: Zur Projektwoche der Städtischen Hauptschule Nettetal gehörte auch ein Besuch im Steinmetzbetrieb Visé in Kaldenkirchen Von Joachim Burghardt

In der Werkhalle von Meister Hans-Jürgen Visé durften einige Jungen und Mädchen sogar selbst mit anpacken. „Für die Schüler ist das hier was ganz Neues, aber genau darum geht es ja in unserer Projektwoche für die Jahrgangsstufen, verschiedene Lebens- und Arbeitsbereiche kennenzulernen, um dann selbst aktiv zu werden“, erläuterte Lehrer Detlef Tiegs. Seine Gruppe werde nach dem Besuch in der Schule Ytong-Steine bearbeiten – und holte sich dafür Tipps: Unter Anleitung von Steinmetz Marco Mooren übten sich Schüler im Gravieren, meißelten Buchstaben in einen Stein.

Für Schüler nehme er sich „immer gern mal Zeit“, meinte Chef Visé. Gelegentlich komme es auch vor, dass sich ein Schüler hinterher melde, nach einem Praktikum frage, sich für Handwerk und Kunsthandwerk interessiere. Für Lehrer Tiegs nicht verwunderlich: „Das ist ja eine Stärke unserer Hauptschule, dass sie an die Berufswelt und an die verschiedenen Lebensbereiche heranführt.“

(StadtSpiegel)