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Höhere Nahverkehrsqualität in Nettetal

Höhere Nahverkehrsqualität in Nettetal
Noch nicht geklärt sind die knappen Umsteigezeiten des RE13 in Viersen. Zumindest die Busanbindung an diese Zuglinie soll sich aber verbessern. FOTO: Uli Rentzsch
Nettetal. Nettetal findet sich positiv wieder im Nahverkehrsplan 2017. Dieser Meinung von Guido Gahlings (Grüne) schlossen sich die Mitglieder des Nettetaler Planungsausschusses an. Von Ulrich Rentzsch

Dr. Marcus Optendrenk nannte es "deutliche Qualitätsverbesserung": Die Änderungen der so genanten Nahverkehrsplanfortschreibung 2017 bringt auch für die Stadt Nettetal erhebliche Veränderungen mit sich. Im Planungsausschuss hatte Julian Scheer vom Büro Planersocietät die Eckpunkte vorgestellt. Bis zum 8. Dezember hat die Stadt nun noch einmal die Gelegenheit, Stellung zu beziehen, bevor der Kreistag endgültig am 18. Januar beschließen wird.

Insgesamt werden in Bereich Nettetal im Tagnetz 86.900 Kilometer und im Nachtnetz 4.600 Kilometer mehr durch die öffentlichen Nahverkehr geleistet. Darin inbegriffen sind beispielsweise eine Erhöhung der Taktzahlen der Buslinien vor allem in den Abendstunden, neue Linienführungen, neue Haltestellen und auch eine neue Schnellbuslinie zwischen Brüggen und Lobberich inklusive Anbindung an den Bahnhof Boisheim. Neue Haltestellen sollen nun am Werner-Jaeger-Gymnasium und an der Ludbach-Passage entstehen.

Dr. Marcus Optendrenk (CDU) und Hajo Siemes (WIN) merkten bei allem Lob aber auch an, dass die Entscheidung, die Linie 064 aus Richtung Schaag nicht mehr durch das Speckerfeld fahren zu lassen, sondern über Metgesheide, aus ihrer Sicht nicht glücklich sei. Hajo Siemes erklärte, damit schneide man ein Gewerbegebiet vom Busverkehr ab, zumal dort eine Paniermehl-Fabrik bis 2020 ein großes Werk errichten wolle. Julian Scheer antwortete, dass man die Streckenführung über Metgesheide wegen der dortigen durchgehenden Bebauung favorisiert hätte. "Aber ich nehme die Argumente mit", sagt Scheer, vielleicht gebe es noch eine erweiterte Lösung.

Freuen können sich Nettetaler Nachtausflügler, die möglicherweise einen Abend in Düsseldorf verbringen möchten und nicht gleichzeitig ein Hotel buchen wollen. Nettetal wird am Wochenende und vor Feiertagen Nachtverkehr angeschlossen. Da der RE10 aus Düsseldorf nun auch in der Nacht fährt (ebenso wie die Nachtlinie NE65 aus Krefeld) hat man ab Kempen Anschluss nach Nettetal.

Schließlich werden bis 2022 mehrere Haltestellen barrierefrei ausgebaut, beispielsweise am Doerkesplatz, an der Kreuzmönchstraße, in Speck, in Dyck und vielen anderen Orten.

(StadtSpiegel)