| 14.48 Uhr

25 Jahre SpringJam-Festival
Glückwunsch, SpringJam!

25 Jahre SpringJam-Festival: Glückwunsch, SpringJam!
Hatten vor 25 Jahren die Idee, Musik „umsonst und draußen“ vorm Quartier Latin anzubieten: Thomas Kolodziej, Patrick Dors, Annerose Pannwitz und Mark Dors. So entstand das SpringJam. FOTO: Joachim Burghardt
Kaldenkirchen. Zum 25. Mal veranstalten die Wirte der Kneipe Quartier Latin während des Kaldenkirchener Frühlingsfestes das beliebte Musikfestival. Angefangen hat alles mit einer Blaskapelle, heute treten zehn Bands auf. Von Joachim Burghardt

"1993 war's noch ein Experiment mit nur einer Band, eine Blaskapelle der Brauerei Diebels. Wir hatten nicht mal Plakate gedruckt, es kamen nur wenige Leute", erzählt Wirt Patrick Dors. Heute kleben überall in der Stadt Plakate – das Spring Jam ist zu einem der bedeutendsten Festivals in der Region geworden, das jährlich an zwei Tagen tausende Besucher auch von weit her anlockt.

Die Idee kam dem Quartier-Latin-Team laut Dors, weil es "einen Beitrag zum Frühlingsfest von Kaldenkirchen-Aktiv leisten" wollte, und zwar "am besten mit Musik ein bisschen abseits vom Mainstream, Rock ebenso wie Punk, auch heimische Bands sollten immer dabei sein." Also planten Patrick Dors und sein Bruder Mark, Annerose Pannwitz und Thomas Kolodziej, heute alle so Mitte 50, ein Freiluftkonzert vor ihrer Kneipe nach dem Motto "Umsonst und draußen".

1994 spielten eine Jazzcombo und die Kaldenkirchener Rockband White Rossis Notes, im Jahr drauf waren an zwei Tagen schon acht Bands dabei. "Damals wurde uns klar, ein Name musste her, wir kamen auf SpringJam, genau genommen gibt‘s unser Festival 25 Jahre, der Name kam später, aber das weiß kaum noch einer", so Dors und schmunzelt: "Anfangs haben wir noch Lautsprecher und Lichtanlage zusammengefrickelt, das reichte irgendwann nicht mehr."

Equipment musste angeschafft werden, Freunde brachten ihr Know-how mit ein: "Jedes Jahr unterstützen uns rund 30 freiwillige Helfer bei der Planung, beim Auf- und Abbau und während des Festivals", freut sich Dors. Allerdings seien heute auch die Vorschriften und Auflagen strenger: "Toilettenwagen und Security sind Standard." Ohne Hilfe von Sponsoren sei das SpringJam nicht zu stemmen, auch wenn manche Künstler den Veranstalter in Sachen Gage entgegenkommen: "Es hat sich herumgesprochen, dass es einfach Spaß macht, hier aufzutreten."