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Ganz wichtige Erfahrungen

Ganz wichtige Erfahrungen
Emel Karagöz landete bei ihrem ersten Einsatz für die Nationalmannschaft auf dem fünften Platz. Trainer Björn Pistel gratulierte.
Nettetal. Bei der Kadetten Europameisterschaft in Budapest erkämpfte sich Taekwondo-Kämpferin Emel Karagöz von der TG Jeong Eui Nettetal den fünften Platz. Die Nettetalerin schrammte bei ihrem Europameisterschafts-Debut knapp an einer Medaille vorbei. Von der Redaktion

Dass Emel Karagöz in ihrem ersten internationalen Jahr schon zur Europameisterschaft fahren konnte, war schon ein Riesenerfolg an sich, den sich die 13-jährige Athletin über das Jahr allerdings mit vielen internationalen Medaillen und Erfolgen erarbeitet hatte. Daher war die Euro und der erste Einsatz für die Deutsche Nationalmannschaft schon eine ziemlich große Erfahrung. Dies steckte Karagöz in Budapest jedoch gut weg, obwohl ihr die Nervosität die Beine im ersten Kampf etwas schwer machte. Eine leichte Erkältung trug ebenfalls dazu bei, dass die Kaldenkirchenerin nicht auf ihr gesamtes Potenzial zurück greifen konnte.

Nach Freilos in der ersten Runde traf Karagöz im Achtelfinale auf die Finnin Chahrazed Boughrara. Die Gymnasiastin des Werner-Jaeger Gymnasiums hielt die Finnin vor allem am Ende des Kampfes clever auf Distanz und zog mit einem 13:11-Sieg ins Viertelfinale ein. Hier traf sie auf die Weissrussin Yuliya Karnevich. Karagöz war nun viel präsenter als noch im ersten Kampf und zeigte eine erstklassige Leistung in der ersten Runde die sie mit 8:7 für sich entscheiden konnte. In der zweiten Runde landete die Weissrussin einen Kopftreffer, bei dem der Kopfschutz der Nettetalerin verrutschte und ihre Sicht dadurch kurzzeitig eingeschränkt war. Das nutzte Karnevich eiskalt aus und setzte zwei weitere Treffer. Eine solche Situation hatte Emel Karagöz noch nicht erlebt, reagierte zu spät und geriet durch diese eine Szene mit neun Punkten in Rückstand – ein Schock: 10:23 am Ende der zweiten Runde. In der letzten Runde geriet die Weisrussin mehrmals heftig ins Schwimmen und stand kurz vor der Disqualifikation. Am Anfang war die Enttäuschung nach der 21:29-Niederlage groß bei der jungen Athletin aus der Seenstadt, aber sie konnte stolz auf ihre Leistung sein. „Platz fünf ist aller Ehren wert, und sie hat über dies viele neue und wichtige Erfahrungen sammeln können bei ihrem ersten Start für die Nationalmannschaft“, sagte ihr Trainer Björn Pistel. Bundestrainer Marco Scheiterbauer lobte die Leistung von Karagöz und sagte, dass der Weg der Richtige sei. Mit dem Wissen, dass Emel Karagöz noch ein weiteres Jahr bei den Kadetten vor sich hat.

(StadtSpiegel)