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Es ist Paniermehl!

Es ist Paniermehl!
Foto: dima pics/ fotolia.com
Nettetal. Der Neusser Lebensmittelproduzent Brata investiert 30 Millionen Euro in ein neues Werk in Nettetal. Das Werk an der Dülkener Straße in Breyell soll insgesamt Platz für 100 neue Arbeitsplätze bieten. Von Ulrich Rentzsch

Nettetals Bürgermeister Christian Wagner lächelt, wie nur er lächeln kann. Er kann eine positive Nachricht verkünden. Denn in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung des Kreises Viersen und mit Verdienst des ehemaligen Wirtschaftsförderers der Stadt Nettetal, Dietmar Sagel, hat die Stadt nun die Zusage bekommen, dass sich der Neusser Lebensmittelproduzent Brata am Dülkener Weg in Breyell mit einem neuen Werk ansiedeln wird. Man habe ein verbindliches Kaufangebot auf dem Tisch, die notariellen Verträger werden in Kürze unterzeichnet. Das vielleicht Wichtigste aus Nettetaler Sicht: Rund 100 neue Arbeitsplätze in allen Qualifikationsstufen werden geschaffen.

„Die Ansiedlung zeigt, dass Nettetal als Wirtschaftsfaktor attraktiv ist“, unterstrich Bürgermeister Wagner seine Freude. Eine erste Ausbaustufe will Brata 2020 abschließen, bis 2025 eine ebenso so große. Insgesamt werden 30 Millionen Euro in die Produktion von Paniermehl investiert. An der Dülkener Straße, dort wo 2016 beim Denkmaltag Ausgrabungen aus der römischen Zeit präsentiert wurden, dort, wo die Getränkefirma MEG ansiedeln wollte (2006), aber diese Träume doch platzten, weil bei Bohrungen keine ausreichend gute Wasserqualität gefunden wurde, hier wird nun auf einer Fläche von 120 000 Quadratmetern ein neues Werk entstehen.

Brata ist ein mittelständiges, ein familiengeführtes Unternehmen, das 1953 gegründet wurde. Brata hat verschiedenste Produkte im Angebot. Klassiker sind Paniermehl und Panade. Inzwischen wurde es eng an der Erprather Mühle – die Firmenführung beschloss eine Erweiterung der Produktionsstätten und fand in Nettetal ideale Bedingungen vor.

„Die Entscheidung ist ein Ausrufezeichen auf der wirtschaftlichen Landkarte“, sagte Wagner. Die Ansiedlung passe zum Agrobusiness, obwohl man nicht bewusst in diese Richtung verhandelt habe.

(StadtSpiegel)