| 16.52 Uhr

Endlich Scheiches Recht für alle!

Ärgerlich: Vor seiner Garagenzufahrt buddelte die Telekom ein Loch, um Kabel für einen Nachbaranschluss zu legen. Ralf Schmeink aus Lobberich konnte eine Woche diese Zufahrt nicht mehr nutzen. Dabei hatte man ihm zusagt, dass die Arbeiten noch am gleichen Tage, also am 7. September, beendet seien. Pustekuchen! Von der Redaktion

Lobberich (ur/ red).

Auch die Reaktion der Stadt, die nach Schmeinks Meinung zumindest informativ hätte tätig werden können, war eher, sagen wir: zurückhaltend. Zwar hat der Bürger die Möglichkeit, per E-Mail Bitten, Sorgen und Reklamationen vorzutragen, doch verhallten Ralf Schmeinks Versuche in der Tiefes des Internets. Vielleicht hilft es, „Scheiches Recht für alle“ zu fordern, dachte er und schrieb seine Sorgen nieder.

Ralef bin Heinz, bei seinen zahlreichen Frauen nicht unumstrittener Alleinherrscher des Hauses Schmeink zu Lobberich, ist erzürnt. Ralef bin Heinz wünscht sich die gleiche Aufmerksamkeit, wie sie dem Herrscher eines Wüstenemirates zuteil wurde, als dieser an den Ufern Krickenbecks zu picknicken wünschte.

Eine nicht nur geduldete, sondern ausdrücklich genehmigte „Aushebung für die Telekom“ sperrt nun seit einer knappen Woche den Zutritt zu jener Garage, in der ein nicht unerheblicher Teil des Fuhrparks von Ralef bin Heinz untergebracht ist.

„In meinem Land ist es angebracht, dass die Wünsche des betroffenen Hauses gehört werden, bevor man Behinderungen genehmigt. Ich aber musste plötzlich gefüllte Abfalltonnen durch das Wohngemach meiner Frauen tragen“, sagt Ralef bin Heinz. „Das ist absolut entwürdigend für einen Mann in meiner Position.“

Hatte nicht der Vizekalif des Nettetals (der Erste Beiigeordnete der Stadt Armin Schönfelder, Anm. d. Red.) gesagt, „Wenn wir in einer Notlage helfen können, helfen wir natürlich gerne“?

Die angeschriebene Stelle in der Kanzlei des Kalifen (die Stadtverwaltung, Anm. d. Red.) hat auf beide schriftlichen Eingaben Ralef bin Heinz’ (Mittwoch und Freitag der vergangenen Woche) nicht reagiert.

Am Tag sieben, am gestrigen Dienstag, als gäbe es noch Wunder, war die Grube endlich wieder geschlossen. Der Fuhrpark steht wieder zur Verfügung, die Gemächer der Frauen bleiben wieder frei von Abfalltonnen.

(StadtSpiegel)