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Die Baustelle

Die Baustelle
Drohungen statt Dialog – diese These stellten die Glabbacher Anwohner im vergangenen Frühjahr auf.
Nettetal (ur). Am heutigen Mittwoch treffen sich die Baubehörden von Stadt und Kreis Viersen, um sich über das Bauvorhaben „Kneppenhof“ im Hinsbecker Glabbach zu informieren. Von Ulrich Rentzsch

Für die Bewohner im Nordosten Nettetals ist der Umbau schon lange ein Dorn im Auge. Als die Pläne zum Umbau bekannt wurden, waren die Glabbacher auf die Straße gegangen und hatten massiv protestiert. Als jetzt die Fraktion von „Wir in Nettetal“ (WIN) mit ihrer Aktion WIN on Tour in Glabbach einen Stopp einlegte, machte die Interessensgemeinschaft Glabbacher Einwohner ihrem Ärger erneut Luft.

Ärgster Vorwurf der Interessensgemeinschaft: Hier werde ohne Baugenehmigung gebaut – und das sogar am Sonntag. Diese Information transportierte die WIN-Fraktion in einer Pressemeldung. Außerdem sei von Seiten der Stadt bislang noch keine Nutzungsänderungsgenehmigung erteilt. Das wäre ein Verstoß gegen den bislang bestehenden Bebauungsplan, hieß es in der Pressemitteilung.

WIN-Fraktionsvorsitzender Hajo Siemes hatte beim Treffen nachgehakt: „Wo ist denn das Baustellenschild mit dem roten Genehmigungspunkt?“ Die Interessensgemeinschaft habe geantwortet: „Keine Baugenehmigung, kein Baustellenschild.“

Nach Auskunft der Stadt muss keine Genehmigung vorliegen, solange die Arbeiten nicht die Statik beträfen. Also könnten beispielsweise die Wände gefliest werden, führte die Technische Dezernentin der Stadt, Susanne Fritzsche, aus. Ohne ein genaues Datum nennen zu können, erwartet Susanne Fritzsche die Baugenehmigung noch im August. „Wir wissen um die Situation in Glabbach, wir prüfen und begleiten jeden Vorgang sehr genau“, sagte die Dezernentin. Aktuell wolle man die Befreiung vom Planrecht begründen. Das sei möglich, wenn in den Bauvorhaben Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Damit würde man das gesamte Verfahren beschleunigen.

(StadtSpiegel)
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