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Das Ende einer Lücke

Das Ende einer Lücke
Im Kern Lobberichs: Die Lücke am Alten Markt ist geschlossen. Gesucht wird unter anderem noch ein Pächter für das Café. FOTO: Uli Rentzsch
Lobberich. Es war eine Art Operation. Am Herzen. Voraussetzungen waren Gespür und gleichzeitig Verantwortung für ein Gebäude mitten in der Innenstadt. Die Bauherren Ralf Stobbe und Edmund Suthor und Architekt Klaus Ketels haben dieses Projekt mit Bravour gemeistert. Von Ulrich Rentzsch

Viele unter uns werden sich noch daran erinnern, dass in der Lücke zwischen Commerzbank und den älteren Häusern an der Marktstraße in der Adventszeit Schnee aufgeschüttet wurde, damit die Kinder auf der kleinen Rodelbahn ihren Spaß hatten.

Übrigens: Weit weniger unter uns werden sich daran erinnern, dass genau an dieser Stelle der Appetit auf italienisches Eis auf feinster Art und Weise gestillt wurde.

Diese Lücke mitten im Herzen von Lobberich, direkt am Alten Markt, war unübersehbar. Und alles andere als schön. Nun ist diese Lücke geschlossen. Nun sind 7 000 Quadratmeter Raum umbaut. Die neun Wohnungen sind bereits vermietet. Zwei der drei gewerblichen Flächen suchen noch einen Mieter.

Bevor Kinder an dieser Steller auf dem Hosenboden oder Schlitten über den Schnee rutschen konnten, wurde das Haus, das unter Denkmalschutz stand, an der Marktstraße 33 abgerissen. Zwischen der Commerzbank und der Praxis von Dr. Klaus Halfmann standen – sagen wir: kleine Häuser. Diese wurde ab April 2014 abgerissen. Im Haus Marktstraße 37/39 hatte der Report Nettetal Mit den Verbauarbeiten wurde im Mai 2014 begonnen, mit den Rohbauarbeiten im Juni 2014. Fertiggestellt wurde das Gebäude im Dezember 2015 und anschließend bezogen.

Gesehen werden muss das Gebäude im Gesamtkomplex mit dem Gebäude am Doerkesplatz 4a. Wer im Innenhof steht, erkennt die Einheit der beiden Häuser. Wegen der Enge dieser städtischen Baustelle wurden die Gebäude in zwei aufeinanderfolgenden Bauabschnitten errichtet. Das bereits im Jahr 20111/2012 errichtete Wohn- und Geschäftshaus am Doerkesplatz 8 gehört mit zur Gesamtbaumaßnahme. Leider zogen sich die weiteren Grundstücksverhandlungen mit den Nachbareigentümern viele Jahre hin, so dass die Realisierung des Gebäudes an der Marktstraße erst 2014 fortgeführt werden konnte.

Vorgesehen ist noch der Einzug eines Cafés. Die notwendigen Metallgitter vor der Fahrbahn sind bereits montiert.

(StadtSpiegel)