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Ballons, wie ein Gebet

Ballons, wie ein Gebet
Foto: Cornerstone/pixelio
Breyell. In Breyell wird es am Montag, 8. August, um 19 Uhr wieder auf dem Lambertimarkt eine Friedensaktion geben, initiiert von Anthoula Kapnidou und Brigitte Hilgenfeld. Jeder ist willkommen. Von Claudia Ohmer

„Angeregt von einer Aktion zum Thema ’atomwaffenfrei’ und von den Ereignissen, die uns fast täglich wie Hiobsbotschaften erreichen, wollen wir unsere innere Bewegtheit mit anderen teilen und stärkende sowie ermutigende Kontrapunkte setzen“, sagen Anthoula Kapnidou und Brigitte Hilgenfeld. Die beiden initiieren am Montag, 8. August, um 19 Uhr auf dem Lambertimarkt eine „Kettenreaktion zum Leben“.

Hintergrund und Impuls der freien und symbolhaften Aktion ist der Gedenktag an den Atombombenabwurf auf Nagasaki (am 9. August).

An diesem Tag finden verschiedene Mahnwachen in Büchel statt. Auch Matthias und Beate Engelke setzen sich vor Ort für den Frieden ein, indem sie mehrere Tage fasten und Mahnwachen halten.

„Frieden ist eine zerbrechliche Blume, die umsorgt werden muss, damit sie gedeiht und blüht. Jeder von uns trägt Verantwortung für diese zerbrechliche Blume, den Frieden zu stärken und zu erhalten“, so die persönliche Motivation der beiden Organisatorinnen.

Mit der Aktion, die symbolisch für diese Inhalte steht, möchten sie einen kleinen Beitrag zur Stärkung des Friedens leisten und persönliche Betroffenheit zum Ausdruck bringen. Auf dem Platz am Lambertiturm sollen 88 mit Helium gefüllte Ballons verteilt werden, die symbolhaft für eine Vielzahl von Menschen stehen, die Opfer von Gewaltakten geworden sind. „Um 20 Uhr wollen wir anfangen, alle drei Minuten einen Ballon frei zu lassen, der zum Himmel fliegt. Als Zeichen des Andenkens an alle Menschen, die weltweit zum Opfer von Gewaltakten wurden. Als Zeichen der Hoffnung und des Friedens.“

An den Ballons sollen auch kleine zerbrechliche Blümlein festgemacht werden. Ebenfalls als Symbol. Die Aktion soll bis 24 Uhr laufen. „Es ist uns wichtig, uns bewusst zu machen, dass wir mit allem verbunden sind“, schließen Anthoula Kapnidou und Brigitte Hilgenfeld.

(StadtSpiegel)