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Als Vorreiter Nase vorn

Als Vorreiter Nase vorn
Norbert Peffer, Pflegedienstleiter und Betriebsleiter, Petra Hantel, Pflegerische Leitung ZPA, Dr. med. Michael Leenen, Leiter ZPA und Jörg Schneider, Geschäftsführer Städtisches Krankenhaus Nettetal GmbH (v.l.). FOTO: B. Kubartz
Lobberich. 15 Jahre Zentrale Patientenaufnahme in Nettetal - die Städtische Krankenhaus Nettetal GmbH zieht ein positives Resümee. Von der Redaktion

„Unser Modell hat sich mehr als bewährt“, sagt Geschäftsführer Jörg Schneider. Das Nettetaler Krankenhaus hat 2001 mit der Einrichtung einer Zentralen Patientenaufnahme (ZPA) ein Beispiel gesetzt, war es doch Vorreiter im gesamten Umkreis. Mittlerweile haben andere Einrichtungen nachgezogen. „Unsere Teamkultur, das Know-how und die interdisziplinäre Herangehensweise ermöglichen uns, die Nase vorn zu halten – auch trotz steigender Patientenzahlen“, so Schneider. Diese Zahlen fordern das System heraus.

Nachdem 2015 ca. 18 000 Patienten in der ZPA behandelt wurden, rechnet man mit mindestens 20 000 in diesem Jahr. Dies hat unterschiedliche Gründe: „Die Verunsicherung der Patienten steigt. Scheinbar geht die Einschätzungsfähigkeit der Menschen zurück, was den eigenen Körper betrifft. Überspitzt gesagt: Bei drei Mückenstichen auf dem linken Arm und zwei auf dem rechten geht man lieber auf Nummer sicher und ins Krankenhaus“, bemerkt Dr. Michael Leenen, Leiter ZPA. Er ergänzt: „Natürlich behandeln wir alle Patienten, die zu uns kommen. Doch die Ersteinschätzung wird wichtiger: Innerhalb von 90 Sekunden können wir feststellen, wie dringlich die Lage ist. Dementsprechend behandeln wir.“

Auf 450 Quadratmetern befinden sich zehn Behandlungsräume und ein Schockraum für die Akutversorgung Schwerstverletzter. Drei Ärzte und 27 Pflegekräfte sind vor Ort. Über kurz oder lang Folge von mehr Patienten: Sprechzeiten und Behandlungsablauf müssen kontinuierlich optimiert werden – weniger vor dem Hintergrund der Wirtschaftlichkeit als in Hinsicht auf pflegerische Qualität und das Wohl der Patienten.

Doch was ist die ZPA? Norbert Peffer, Betriebsleiter des Krankenhauses, legt dar: „Die ZPA ist die zentrale und interdisziplinär arbeitende erste Anlaufstelle für Patienten. Seit 2001 ist es unser Anliegen, Prozesse zu optimieren – etwa was Patientenaufnahme und -behandlung anbelangen. Bei der ZPA bündeln wir jedoch auch weitere Abläufe: Patientenadministration, Bettendisposition, Diagnostik, OP-Terminierung sowie Fachbereichsabsprachen laufen in engem Austausch zusammen.“ Die ZPA ist erfolgreich, weil eine optimale Steuerung aller Prozesse möglich ist. Notfälle genauso wie vorgeplante Patientenaufnahmen werden in einem ausgeklügelten System bearbeitet. Ein Irrtum existiert patientenseitig: „Zwar mussten wir im letzten Jahr die Notdienstpraxis schließen“ – in der Notdienstpraxis werden Patienten behandelt, deren Erkrankung zu dringend ist, um bis zur nächsten regelmäßigen Sprechstunde eines Arztes zu warten, aber nicht so dringend, dass die Benachrichtigung des Rettungsdienstes nötig wäre – „dennoch können Patienten selbstverständlich bei Notfällen in die Notaufnahme kommen,“ so Leenen. Die Führung des Krankenhauses ist sich sicher: Die ZPA war und ist zweckdienlich und erfolgreich. „Die Patientenzufriedenheit hinsichtlich der ZPA ist hoch. Sowohl laut Patientenumfrage der Forschungsgruppe Metrik, die für 2015 eindeutige Ergebnisse für unser Krankenhaus geliefert hat, wie auch die allgemeine AOK Patientenbefragung“, erläutert Schneider. Das Wohlergehen und die Zufriedenheit der Patienten stünden im Zentrum. „Durch das ZPA arbeiten wir erfolgreich daran,“ fasst Schneider zusam

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(Report Anzeigenblatt)