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Verletzte durch Blitzschlag

Verletzte durch Blitzschlag
Keine Sorge, alles nur gespielt: Für die Feuerwehrübung im Tierpark Brüggen wurde die Situation inszeniert und die Verletzten sehr realitätsnah geschminkt. FOTO: Ahlen
Brüggen. Zum Jahresabschluss steht in vielen Feuerwehrlöschzügen eine besondere Übung an. Die Löschzüge Brüggen, Breyell und Schaag haben sich dafür auch mit den DRK-Gruppen aus Nettetal, Viersen, Niederkrüchten und Brüggen zusammengetan. Von Heike Ahlen

Teams aus den Jugendrotkreuz-Gruppen aus Brüggen und Kaldenkirchen, die die Realistische Unfalldarstellung zu ihrer Aufgabe gemacht haben, sind bei der Übung für die Feuerwehren auch dabei.

Damit lässt sich eine ganze Menge anfangen. Das Szenario: Auf dem Spielplatz des Brüggener Tierparks – bewusst nur dort, damit die Tiere nicht irritiert werden – sind kurz vor Parkschließung noch eine 14-köpfige Schulklasse und ihr Lehrer sowie eine hochschwangere Frau mit ihrem kleinen Sohn unterwegs. Die Schüler haben gegrillt und den Grill an einer kleinen Holzhütte am Waldrand stehen gelassen, um noch einmal mit der Hochbahn zu fahren, zu rutschen oder zu schaukeln. In Sekunden zieht ein Gewitter auf, der Blitz schlägt ganz in der Nähe ein, der Boden bebt.

Ein Schüler stürzt aus der Hochbahn, der kleine Paul fällt von einem Klettergerüst. Unter Schaukeln liegen Mädchen mit offenen Brüchen, der Lehrer erleidet einen Herzinfarkt. Der Grill stürzt um, setzt Hütte und nahen Wald in Brand – Großalarm.

Viel Arbeit für die Feuerwehren aus Brüggen, Breyell und Schaag. Sie müssen sich schnellstmöglich einen Überblick verschaffen, den Brand löschen, Verletzte finden und bergen. Und die Unfalldarsteller machen ihre Sache gut. Sie klammern sich an Feuerwehrleute, schreien, weinen. Ein Knalltrauma muss erkannt werden – das ist der Grund, warum der junge Mann nichts hört, wenn man ihn anspricht.

Immer mehr DRK-Gruppen treffen ein, übernehmen die Verletzten an dem Sammelplatz, der eingerichtet worden ist. Auch hier muss alles reibungslos laufen. Wer ist wie schwer verletzt? Wer muss erst einmal nur betreut werden, wer mit dem ersten Rettungswagen ins Krankenhaus?

Am Ende sind die Beobachter zufrieden mit der Leitung der Rettungskräfte – 51 Wehrleute und 32 DRK-ler waren neben den 15 Darstellern an der Übung beteiligt. Willi Lehnen, Löschzugführer in Schaag und stellvertretender Wehrführer in Nettetal, zieht eine positive Bilanz.

„Das Übungsziel ist erreicht worden. Die Zusammenarbeit der Löschzüge hat super funktioniert.“ Auch mit der Zusammenarbeit zwischen den Rettern des DRK und der Feuerwehr ist Übungsleiter Dennis Uschmann vom Löschzug Brüggen sehr zufrieden.

(Report Anzeigenblatt)