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Sporthalle am Südwall könnte zur Erstaufnahme dienen

Brüggen. Der nicht abreißende Flüchtlingsstrom prägt seit Monaten die Schlagzeilen, unter anderem auch das Denken und Handeln der Menschen in Brüggen. Zahlreiche freiwillige Helfer, eine Unmenge an Sachspenden und die spontane Bereitschaft, Menschen bei sich aufzunehmen, zeigen eines ganz deutlich: Die Brüggener Bürger lassen die Flüchtlinge nicht im Stich. Von Claudia Ohmer

Da ein Abflauen der aktuellen Flüchtlingswelle nicht absehbar ist, sind in der Burggemeinde Brüggen sehr dynamische Maßnahmen zur Unterbringung der Flüchtlinge erforderlich. Derzeit ist zu erwarten, dass seitens der Bezirksregierung Düsseldorf kurzfristig die Verfügung kommen könnte, dass die Burggemeinde 50 bis 70 Personen aufnehmen und diese in einer Erstaufnahmeeinrichtung betreuen muss, teil die Gemeinde mit. In Kombination mit den zusätzlich zu erwartenden Regelzuweisungen, also dauerhaften Unterbringungen, stößt die Burggemeinde an die Grenzen ihrer bisherigen Unterbringungsmöglichkeiten. Am vergangenen Freitag wurde daher entschieden, die Kapazitäten für eine Erstaufnahmeeinrichtung bzw. im späteren Verlauf für Regelzuweisungen in der Sporthalle am Südwall in Bracht einzurichten.

„Sollte die Mitteilung der Bezirksregierung kommen oder die Regelzuweisung auf dem bisherigen Niveau fortgesetzt werden, müssen wir vorbereitet und handlungsfähig sein. Zu Recht hätte niemand Verständnis dafür, wenn wir erst dann handelten, wenn es zu spät ist.“, so Bürgermeister Frank Gellen. Für den Schulsport nach den Herbstferien werden Alternativen gesucht. Die Schulen und Vereine wurden bereits informiert.

(StadtSpiegel)