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So funktioniert Inklusion

So funktioniert Inklusion
Andrea Hanisch (Behindertenbeauftragte), Udo Rosowski (stellv. Bürgermeister), Christian Rother (Öffentlichkeitsarbeit Lebenshilfe) und Karl-Heinz Kellerhof (Behindertenbeauftragter) (v.l) freuen sich auf die Veranstaltung. FOTO: Bruno Schüttler
Brüggen. „Nicht nur darüber reden, sondern zeigen, was schon läuft“ – das ist der Hintergrund von Brüggen hochinklusiv. Die Veranstaltung soll zeigen, dass es in Brüggen schon gute Beispiele für Inklusion gibt. Von Bruno Schüttler

Moderne Architektur zeichnete das Haus mit der medizinischen Einrichtung aus und man hatte es barrierefrei erbaut. Die Türen waren breit genug, einen Rollstuhl passieren zu lassen und es gab einen Aufzug, dessen Bedienelemente so angebracht waren, dass sie auch von einem Rollstuhl aus bedient werden konnten. Vorbildlich würde man im Sinne der Inklusion sagen. „Man hatte allerdings übersehen, dass ein 15 Zentimeter hoher Bordstein passiert werden musste, um zu dem Gebäude zu gelangen“, sagt der Behindertenbeauftragte der Burggemeinde Brüggen, Karl-Heinz Kellerhoff. „Das ist ein Beispiel dafür, dass vielerorts zwar versucht wird, Barrierefreiheit zu schaffen, aber in letzter Konsequenz fehlt die Kenntnis, welche Bedürfnisse Behinderte wirklich haben“, so der Behindertenbeauftragte weiter.

Petra Alshut von der Lebenshilfe des Kreises Viersen und Karl-Heinz Kellerhoff möchten aufklären und aufzeigen, dass es schon viele gute Beispiele von Inklusion gibt. Gemeinsam organisieren sie eine Veranstaltung, die den Titel „Brüggen hochinklusiv“ trägt. Menschen mit und ohne Behinderung erleben gemeinsam Sportarten wie Tanzen, Radsport (Handbiking) oder Tischtennis. Wer mitmachen möchte: einfach die Turnschuhe einpacken und los.

Auch das Rahmenprogramm wird von Menschen mit Handicap gestaltet. Ab 15.30 Uhr gibt der Gospelchor der Lebenshilfe „The Lord’s Singers“ ein einstündiges Konzert. Highlight ist ab 17.30 Uhr der Auftritt des Komikers Martin Fromme. Er hat selbst eine Behinderung und ist bekannt aus TV-Formaten wie „Stromberg“ oder „Selbstbestimmt“. Sein Programm „Besser Arm ab als arm dran!“ beschreibt er als „politisch inkorrekte inklusive Komik“, bei dem er Vorurteile provokativ auf den Prüfstand stellt. An verschiedenen Ständen gibt es Informationen über Sport- und Hilfsangebote.

Der Eintritt ist frei und beim Musik- und Comedyangebot ist freie Platzwahl angesagt. Die Schirmherrschaft hat Bürgermeister Frank Gellen übernommen.

(StadtSpiegel)