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Panzerknacker blieben ohne Beute

Panzerknacker blieben ohne Beute
Ermittler des LKA fotografierten den Tatort samt des gesprengten Geldautomaten in Brüggen. FOTO: Heike Ahlen
Brüggen (hei). Es ist der 84. Geldautomat, auf den in diesem Jahr in NRW ein Sprenganschlag verübt worden ist. In der Nacht zu Freitag hebelten vier Unbekannte den Rahmen des Geldautomaten am Rewe-Markt an der Borner Straße in Brüggen auf und leiteten Gas in den dahinter liegenden Raum. Die Explosion um 3.28 Uhr fügte dem Gebäudeteil, in dem sich die Kundentoilette befindet, großen Schaden zu. Der Tresor mit der Geldkassette des Automaten, der sich im unteren Bereich befand, hielt der Explosion aber stand. Von Heike Ahlen

Die Unbekannten flüchteten in einem dunklen Kombi, möglicherweise einem Audi oder BMW, Zeugen sahen, wie sich das Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit in Richtung B221 entfernte. Die letzte Geldautomaten-Sprengung im Kreis Viersen, die ebenfalls ohne Erfolg blieb, war um die gleiche Uhrzeit in der Nacht zu Montag, 11. Juli, in Dülken. Zu Beginn dieser Woche waren Automaten-Sprenger in Heinsberg erfolgreich. Mögliche Zusammenhänge zwischen den Fällen werden bei der Ermittlungskommission „Heat“ beim Landeskriminalamt geprüft. Dort geht man von mehreren Tätergruppen mit insgesamt etwa 250 Personen aus dem Bereich Utrecht und Amsterdam aus. Es soll sich um niederländische Staatsbürger mit Migrationshintergrund handeln. Um den Brüggener Fall einzuordnen, sei es noch zu früh, sagt LKA-Sprecher Frank Scheulen. Die Spurensicherung dauerte bei Redaktionsschluss noch an.

(Report Anzeigenblatt)