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Neues Heim für 50 Bewohner

Neues Heim für 50 Bewohner
Bei der Grundsteinlegung (v.l.): Dr. Rüdiger Schmitz (Ingenieurgesellschaft), Ademola Segun (Architekt GWG), Landrat Dr. Andreas Coenen, Willy Friedhoff (Bauunternehmen), Bürgermeister Frank Gellen, Günter Werner (Aufsichtsratsvorsitzender GWG) und Diether Thelen (Vorstand GWG). FOTO: Bruno Schüttler
Brüggen. Durch den Flüchtlingszustrom ist im Kreis Viersen ein zusätzlicher Wohnungsbedarf entstanden. Zehn Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus werden in Brüggen auf dem Eichenweg entstehen. Bauherr ist die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Kreis Viersen (GWG). Von Bruno Schüttler

„Was können wir als GWG machen, war unsere Frage?“, sagt GWG-Vorstand Diether Thelen.

Die Gesellschaft reagiert darauf mit dem Wohnbau von speziell konzipierten Wohnhäusern. Für das erste Bauvorhaben dieser Art wurde nun in Brüggen der Grundstein gelegt.

Aufsichtsratsvorsitzender Günter Werner erläutert, dass die GWG lege Wert darauf, laufende Maßnahmen für den Wohnungsbestand müssten wegen der finanziellen Zusatzbelastung nicht unter den Neubauvorhaben leiden, so dass keineswegs Flüchtlinge gegen die übrige Bevölkerung ausgespielt werden können. Bürgermeister Frank Gellen bedankt sich für die Akzeptanz des Bauvorhabens durch die Bevölkerung: „Wir haben großes Verständnis bei den Nachbarn und Anliegern vorgefunden. Ich freue mich, dass wir einen Beitrag leisten können für eine sichere Zukunft und für ein sicheres Zuhause der Menschen, die derzeit noch in Notunterkünften leben müssen.“

Die Wohnungen sind unterschiedlich geschnitten für Familien und Alleinstehende. 48 Flüchtlinge werden dort eine Heimat finden. Das Konzept sieht vor, dass zwar eine hochwertige Bausubstanz entsteht, der allerdings noch Komfortelemente fehlen. So wird der Innenausbau schlicht sein und Attribute wie Balkone und Aufzüge werden vorerst wegbleiben, sind aber räumlich und statisch bereits vorgerüstet.

Der Wohnraum wird für einen längeren Zeitraum von der Gemeinde Brüggen angemietet für einen im Kreis üblichen Kaltmietepreis für öffentlich geförderte Wohnungen von 5,25 Euro pro Quadratmeter. Nach Ablauf dieser Phase werden Verschleißteile der Innenausstattung erneuert und Balkone und Aufzüge nachgerüstet.

Die GWG bleibt Eigentümer und wird den Wohnraum als altersgerechte und barrierefreie Wohnungen für Alleinstehende und Paare vermieten. Im Herbst folgt bereits das nächste derartige Bauvorhaben in Waldniel an der Heerstraße.

(StadtSpiegel)