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Mit Courage gegen den Rassismus

Mit Courage gegen den Rassismus
Lara Houben (li.) und drei ihrer Mitschüler der Gesamtschule Brüggen präsentieren stellvertretend für die ganze Projektgruppe die Auszeichnung. FOTO: C. Ohmer
Brüggen. "Es reicht uns, wir setzen ein Zeichen gegen Gewalt und Diskriminierung" - das haben sich Schüler der Gesamtschule Brüggen nicht nur gedacht, sondern auch in die Tat umgesetzt. Als erfolgreiche Teilnehmer des Projektkurses "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" durften die 15 Zwölftklässler nun mit Freude und Stolz die Plakette, die die Schule auszeichnet, entgegen nehmen. Glückwünsche gab es auch vom Paten des Projekts, dem Bundestagsabgeordneten Uwe Schummer, und Bürgermeister Frank Gellen. Von Claudia Ohmer

Lara Houben und ihre Mitschüler aus der zwölften Klasse der Gesamtschule Brüggen haben allen Grund stolz zu sein. Mit dem von ihnen initiierten Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" wollten sie praktisch etwas tun gegen Diskriminierung. Erfolgreich - denn nun ist der Schule in einem Festakt der Titel und die Plakette verliehen worden.
"Wir haben ein Jahr drauf hingearbeitet", berichten Lara Houben und Madeline Folgmann stellvertretend für die ganze Projektgruppe. Workshops, wöchentliche Treffen und Vorträge in den anderen Klassen ihrer Schule standen für die rund 15 Teilnehmer der Projektgruppe auf dem Programm. "Es gab auch Rollenspiele, um uns hinein versetzen zu können, wie schwierig es in unserer Gesellschaft oft für Ausländer ist", so die beiden 18-jährigen Schülerinnen. "Natürlich hat uns das Projekt auch sensibler für dieses Thema gemacht und gezeigt, wie viele Vorurteile und Klischees es doch noch gibt."
Man achte nun mehr auf diskriminierende Sprüche, die man so im Alltag höre, zeige aber auch mehr Courage in solchen Situationen, so Lara Houben. Um als "Schule ohne Rassismus" ausgezeichnet zu werden, müssen auch Unterschriften gesammelt werden. Mindestens 70 Prozent aller in der Schule müssen unterschreiben. "Wir haben 83 Prozent geschafft", erklären Lara und Madeline. Alle seien sehr offen damit umgegangen und viele seien auf sie zugekommen.


Auch Uwe Schummer, Bundestagsabgeordneter für den Kreis, ist begeistert vom Engagement der Schüler. Der Politiker wurde als Pate für das Projekt angefragt. Nach guten Gesprächsrunden - "es war spannend, wie wir uns ausgetauscht haben" - in denen das Thema gemeinsam ergründet wurde, stand für Schummer fest: "Der persönliche Ansatz hat mich überzeugt, dann bin ich gerne Pate."